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FOYEREhret die Anfänge DAS STÜCK Kathrin Rögglas «worst case» nimmt sich der Katastrophen an, genauer: der Sprache der Katastrophen. Denn das große Katastrophenrauschen stürzt des Ende der Normalität in die Normalität der Phrasen. Über das Stück (der vollständige Abdruck liegt diesem Heft bei) und die Freiburger Uraufführung auf den Seiten 10 ff. | JAHRE HEINER MÜLLERMüllers BesteHeiner-Müller-Gedanken aus drei Gesprächsbänden: eine Auswahl Das Müller-MonumentAlexander Kluge über seinen Lieblingsdialogpartner AUFFÜHRUNGENFranz Wille Die ganz normale KatastropheNeue Stücke von Kathrin Röggla, Thomas Freyer und Elfriede Jelinek umkreisen das Desaster und wie man davon spricht und schweigt Barbara Burckhardt Midlife und andere KrisenFrank Castorf und Armin Petras ringen mit sich selbst, Alexandre Dumas’ «Kean» und Max Frischs «Homo faber» FESTIVALChristian Rakow Die Vorstadt als Kunstwerk«Echt» – das 7. Festival «Politik im Freien Theater» in Köln STARTSimone Meier Junge Spunde, junge HundeBarbara Weber und Rafael Sanchez rocken das Zürcher Theater Neumarkt AKTEURE «Ich gieße meine soziale Skulptur»Ein Gespräch mit Christoph Schlingensief über seine Krankheit und Theaterarbeit Eva Behrendt Freiheit zum lauten Denken«Der Zwischenstand der Dinge» – Christoph Schlingensief schärft seine Kunst Ulrike Kahle Sammlerin guter EigenschaftenKatharina Schubert ist in sieben Jahren Münchner Kammerspiele erwachsen geworden – ein Porträt CHRONIKAugsburg Lessing «Emilia Galotti» Essen Shakespeare «Was ihr wollt» Hamburg Nuran Calis «Einer von uns» Heidelberg Philipp Löhle «Lilly Link oder Schwere Zeiten für die Rev...» Ingolstadt/Nürnberg Aischylos «Die Orestie» Mannheim Tracy Letts «Eine Familie: Osage County» Wien nach Thomas Mann «Doktor Faustus – my love is as a fever», Gaston Salvatore «Feuerland» Zürich Justine del Corte «Sex» DATENPremieren im Januar · · Hinweise · · Suchlauf – Programmhinweise MAGAZIN «Art into Theatre – Theatre into Art» im Berliner HAU · · Zuschauer: Hartmut von Hentig · · Heinrich Breloers «Buddenbrooks»-Verfilmung · · Dokumentartheater im Dokumentarfilm: «Die Reproduktionskrise · · Gegenkritik: Nuran Calis VORSCHAU | IMPRESSUM
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Foyer |
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Aus dem kleinen Heiner (Müller), hier 1935 anlässlich der Einschulung vor dem Haus der Großeltern im sächsischen Bräunsdorf, ist nicht nur einer der wichtigsten Schriftsteller und Dramatiker deutscher Sprache geworden, sondern auch ein talentierter Prophet mit Kassandra-Ehrgeiz: «Man muss sich um antikapitalistische Alternativen keine Sorgen machen, weil der Kapitalismus keine Alternative mehr hat, keinen Feind außer sich selbst. Und das verspricht eine interessante Entwicklung. Im Zusammenhang mit Armut und Elend in vielen Teilen der Welt, mit der Bevölkerungsexplosion, mit den ökologischen Katastrophen. Da braucht man sich auch um Utopien keine Sorgen zu machen, höchstens um Apokalypsen.» So Heiner Müller im Gespräch mit Martin Linzer 1991. Heiner Müller, gestorben am 30.12.1995 in Berlin, wäre am 9. Januar 80 Jahre alt geworden. – Man muss nicht an ihn erinnern, um ihn dem Vergessen zu entreißen: Sein Denken und sein Formulierungswitz wirken heute oft schärfer denn je.
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Die ganz normale Katastrophe |
 Kathrin Röggla berauscht mit den Worthülsen des «worst case», Thomas Freyer stürzt Geschwisterpaare ins Familiendesaster, und Elfriede Jelinek lauscht den Boten des Massakers von Rechnitz VON FRANZ WILLE Ja, es ist verrückt,wie schnell allesVergangenheit wird»,meint der «Finanzexperte» in der Radio-Talkrunde, bei der man schon lange nichtmehrweiß, ob es umden jüngsten Jahrhundertsturm oder die letzte Jahrtausendflut geht, ob gerade ein pazifischer Wirbelsturm die Südstaaten umpflügt, ein osteuropäischesAtomkraftwerk die nächstgelegeneMillionenstadt grillt oder eine winterliche Bundesautobahn 48 Stunden lang eingefroren ist. Die Moderatorensätze sind längst austauschbar geworden und die Hörerbeiträge nicht minder. Das große Katastrophenrauschen hat seine eingespielten Rituale entwickelt. Sie fangen bei den Krisenstäben an, schalten sich von den Evakuierungsplänen zu aufgeregt ahnungslosen Vor-Ort-Korrespondenten und den unverzichtbaren Experten, die etwas Fachwissen ins Feuer gießen, und kommt spätestens nach der übernächsten Schaltpause bei der zerknirschten Medien-Selbstkritik an, zu der ein unbekannter Kulturwissenschaftler auch noch Wesentliches beisteuert.Zurück zur Technikerin imStudio: «Ja, amEnde steht doch immer irgendwo ein Grüppchen Angehöriger herum und konserviert Erinnerungen, die doch niemand brauchen kann.» Kathrin Röggla greift in «worst case» (der Stückabdruck liegt diesemHeft bei) die Katastrophe von der allgemeinen Seite an und stürzt sie in die abgründige Normalität ihrer Sätze. Denn das Leben geht weiter, wenn es nicht gerade katastrophisch geendet hat, und diemeistenKatastrophenhörer sind dank der globalen Berichterstattung weit genug weg, umnicht betroffen zu sein. Wobei spätestens die «Normalität der Waldbrände inKalifornien» und die «Normalität derBuschbrände in Australien» die Frage nach der Normalität der Katastrophe aufwirft, eine contradictio in adjecto, da eine ordentliche Katastrophe das Ende jeder Normalität sein sollte. Wenn allerdings der dauererregte Katastrophenalltag erst einmal Teil der Normalität geworden ist, wird alles zur Katastrophe, auch die routinemäßige Elternbeiratsversammlung – für unmittelbar Betroffene seit jeher ein zuverlässiger Katastrophenabend von Fegefeuer- Format. Die Sprache des «worst case» Der eigentliche «worst case» hat sich deshalb für Kathrin Röggla in eine Frage nach der Sprache der Katastrophe verwandelt, die besonders schillernd aufblüht, wenn man sie in die Erzählform der indirekten Rede verwandelt: Katastrophen- Kommentatoren sprechen von sich als Dritte, die über Katastrophen reden. Schöner kann sich das ohnmächtige berichtende Ich nicht im spiralförmigen Strudel des zeitgenössischen Katastrophenabflusses selbst entsorgen. Leopold von Verschuers Freiburger Uraufführung nimmt das Katastrophendrama allerdings von seiner sehr normalen Seite: Claudia Grünig hat eine Zweizimmer-Wohneinheit mit Dusche und WC in penibler Draufsicht ins Kleine Haus des Freiburger Theater gestürzt und lässt darin von angemessen verspannten Sitzgruppenbewohnern die Röggla-Sprachechos hochkant sprechen. Zwischen den um kostümierte Durchschnittlichkeit bemühten Allerweltszeitgenossen führen zwei Schauspielerinnen eine lebensgroße graugesichtige Kinderpuppe herum. Ihr blass erstauntes Entsetzensantlitz könnte ein schockgefrorener letzter Schreckensempfänger sein, verstärkt aber bei längerem Hinsehen eher das Puppenstubenflair des Effektbühnenbilds. Genausogut könnte man in der eigenen Wohnung das Radio anschalten und Röggla-Texte empfangen. Der Sender hat höchste Einschaltquoten verdient, aber ein bisschenmehrKatastrophe braucht seine Inszenierung dann doch. Schwierigkeiten mit der Katastrophe Den «neueren Dichtern», meinte der Philologe und Schriftsteller Gustav Freytag anno 1863, «pflegt die Katastrophe Schwierigkeiten zu machen. Das ist kein gutes Zeichen.» Freytag hatte in seiner «Technik des Dramas» beklagt, der «Dichter der Gegenwart» sei geneigt, «mit Verwunderung auf eine Arbeitsweise hinabzusehen, die den Bau der Szenen, die Behandlung der Charaktere, die Reihenfolge derWirkungen nach dem überlieferten Lehrgebäude technischer Regeln einrichtete. Leicht scheint uns solche Beschränkung der Tod eines freien künstlerischen Schaffens.» Nie, so Freytag, war ein Irrum größer: «Denn wir leiden an demGegenteil einer engen Begrenzung, an übergroßerZuchtlosigkeit und Formlosigkeit, uns fehlt ein volksmäßiger Stil, unser Schaffen ist fast nach allenRichtungen zufällig und unsicher geworden.» Freytag hat seine streng wirkungsbewusste Normdramatik vonAristoteles über Sophokles bis Schiller undKleist zielstrebig optimiert und in ein todsicheres Modell gegossen. Es führt nach Steigerung, Höhepunkt und Umkehr in eine finale Katastrophe, die den Helden verschlingt, und bliebe eine literaturgeschichtliche Anekdote, wenn diese fünfaktigeHandlungskurve nicht der Ahnherr aller volksmäßigen Hollywood-Dramaturgien und Drehbuch-Schreibschulen wäre. Eine strenge Folge von Plotpoints in sauber gezimmerter Spannungsbogen-Architektur gehört nicht nur zum erzählerischen Standard jedes «Tatorts», auch George Bush soll nach 9/11 ein paar renommierte Katastrophen-Szenaristen gefragt haben, wie die Sache denn weitergehe. Auch im Studiengang Szenisches Schreiben der Berliner Universität der Künste werden einschlägige Wirkungsformeln den aufstrebenden neueren Dramatikern mitgegeben. Aber was, wenn die Katastrophe nicht der würdige Abschluss eines tragischen Konflikts oder Fernsehkrimis ist, sondern trauriger Dauerzustand wie in Thomas Freyers «Und in den Nächten liegen wir stumm»? Oder wenn die Katastrophe schon deshalb nicht am Ende des Stücks stehen kann, weil sie bereits vor 60 Jahren stattgefunden hat? Zumal in beiden Fällen Gustav Freytags männliche Warnung ins Leere läuft, «dass man sich nicht durch moderne Weichherzigkeit verleiten lasse, auf der Bühne das Leben seiner Helden zu schonen». Thomas Freyer sucht die Familie Thomas Freyer, ein neuerer Dichter von heute, widmet sein Stück «Und in den Nächten liegen wir stumm» seiner Schwester Kerstin mit beziehungsreichen drei Pünktchen dahinter. Wer das Drama gelesen hat, muss für Schwester Kerstin das Schlimmste fürchten. ZweiGeschwisterpaare – Jakob undMara sowie Marlen und Robert – leiden an schwierigen Familienverhältnissen: Im einen Fall liegt offenbar gewöhnliche Wohlstandsverwahrlosung vor; derVater hat sich imDienstwagen aus demStaub gemacht, während die Mutter auf esoterischerotische Abwege gerät und mit einem Sektenpriester die Wohnzimmercouch belagert. Bei Marlen und Robert liegen die Dinge schlimmer. Mutter ist auf Nimmerwiedersehen verschwunden, Vater dämmert bewegungslos vor demFernseher und muss vom Sohn hygienisch betreut werden.Marlen hat sich seit einemJahr in ihrem Zimmer verrammelt, wo sie mit sich selbst redet und vom Bruder mit Essen und einem täglichen Toiletteneimer versorgt wird. Robert verkauft nach und nach mit seinem Freund das Mobiliar, um die Restfamilie über Wasser zu halten. Mara kompensiert die emotionalen Defizite mit hochfrequentem Geschlechtsverkehr und verliebt sich dabei lose in Robert. Jakob zieht durch die Straßen, lässt sich von Jugendlichen zusammenschlagen oder wird selbst gewaltaktiv. Im weiteren Verlauf verschwimmen die Verhältnisse. Realitätsebenen geraten durcheinander, Handlungsverläufe zerfließen in Selbstmord- und Fieberfantasien. Man sehnt sich nach heiler Familie, die unerreichbar bleibt, und badet im Unglück. Vielleicht finden sich Mara und Robert. Man muss Thomas Freyers steile Unglücksbehauptung schon freiwillig glauben, wenn man sie ernstnehmen will: eine zunehmend psychotische Katastrophen-Konstruktion, die nicht nur den wackeren Gustav Freytag aus seiner Biedermeier- Dramaturgie gerissen hätte. Dabei ist der Schrecken jenseits aller Normalität eine verlockende Gefahr: Wer sich zu weit über den Rand der Plausibilität lehnt, kann leicht ins Katastrophen- Märchen stürzen. Aber wer nichts riskiert, entkommt dem Fernsehspiel nie. Regisseur Tilmann Köhler hat den prekären Balanceakt passend in die Cumberlandsche Galerie platziert, ein malerisches Gründerzeit- Treppenhaus und Nebenspielort des Schauspiels Hannover. In Karoly Riszs Gerüst-Bühnenbild, vier kreuzartig über- und nebeneinandermontierten, sterilweißenKammern, turnendie vierSchauspieler ein absturzgefährdetes Spiel mit ästhetischer Sicherheitsleine. Düstere Cello-Klänge, geschmackvolleVideobegleitung und versierte Jugendtheater- Schauspielerei verleihendemschmutzigen Stück cleanen Chic: eine gelungene Katastrophen- Installation. Der Fall Rechnitz Die 180 Juden im Rechnitzer Kreuzstadl erlebten in derNacht vom24. auf den 25.März 1945 ihre letzteKatastrophe.AmTag zuvormit 600 anderen ungarischen Judenmit demZug nach Burg transportiert, sollten sie als Zwangsarbeiter beim «Südostwallbau», einer letzten absurden Verteidigungslinie gegen die Rote Armee, eingesetzt werden.Knapp 200 der völlig erschöpften Deportierten wurden jedoch wieder zum Bahnhof Rechnitz im Burgenland zurückgeleitet und in der Nacht bei einer alten Scheune, jenem Kreuzstadl, erschossen. IhreMörderwaren Franz Podezin, NSDAP-Ortsgruppenleiter von Rechnitz, und ein Dutzend Gäste eines NS-«Kameradschaftsfestes », das in derselben Nacht Gräfin Margit von Thyssen-Batthyány in ihremfußläufig gelegenen Landschloss für örtliche NS-Größen und Freunde gab. Nach demMassaker gingman in Abendkleidung zurück zum Fest und feierte weiter. Nur wenige Tage später brannte das Gutshaus ab, die Gräfin, Enkelin des Stahlmagnaten August Thyssen, floh mit Ehemann, Zofe und ihrem Geliebten, dem ebenfalls als Haupttäter verdächtigen Gutsverwalter Oldenburg, in die Schweiz. Dort traf sie Podezin, dem sie ebenfalls zur Flucht verholfen hatte. Soweit die Fakten. Das Massengrab wurde angeblich von der Roten Armee geöffnet, ein genauer Lageplan galt bald als verschwunden, die Stätte ist bis heute nicht lokalisierbar. Ob die Gräfin selbst an der Erschießung teilgenommen hat oder gar triumphierend mit einem aufgespießten abgeschlagenen Kopf ins Schloss zurückgekehrt ist, ist ebenso ungeklärtwie die These in David Litchfields 2006 erschienenem Enthüllungs- Reißer «The Thyssen Art Macabre», das Massaker sei als besonderer Party-Gag von den Gastgebern inszeniert worden. 1946 bis 1948 wurden in Rechnitz Gerichtsverfahren eröffnet, doch schon 1946waren zweiHauptzeugen ermordet worden, viele Zeugen widerriefen ihre Aussagen oder änderten sie später ab, und die wenigenUrteile fielenmild aus. Podezin lebte bis 1963 als Versicherungsangestellter in Kiel, floh, als er von neuen Ermittlungen erfuhr, weiter nach Südafrika; Oldenburg verschwand nach Argentinien. Trotz einer Mitteilung von 1963 an das österreichische Justizministerium, dassMargit von Thyssen- Batthyány den Mördern von Rechnitz zur Flucht verholfen habe, wurde gegen sie nie Anklage erhoben. Sie starb 1989 unbehelligt in der Schweiz, eine begeisterte Pferdezüchterin. Elfriede Jelineks Botenbericht Was Gustav Freytag aus dem Stoff gemacht hätte, wissen wir nicht; was eine TV-Doku-Fiction à la «Mogadischu» oder «Dresden» daraus machenwürde, kannman sich vorstellen: fünf ergreifende Akte bis in denMorgen derMordnacht nebst einer erfundenen Liebesgeschichte unter den todgeweihten Juden. Elfriede Jelinek interessiert sich allerdings weniger für die historischen Ereignisse – sie setzt sie voraus – oder deren seifenoperntaugliches Mitgefühlspotential. Ihr Spannungsbogen, 100 eng bedruckte Seiten flach, würde jedem RTL-Redakteur die fristlose Kündigung und «Untergangs»-Produzent Bernd Eichinger eine schwere Depression eintragen. Selbst von den durchaus nicht unkomplizierten, offenbar mehrfach überkreuzten Liebesverhältnissen auf dem gräflichen Thyssenhof zeigt sich die Autorin weitgehend unbeeindruckt. Statt Kolportage und Schmonzette, den Schwundstufen von Katastrophe und Katharsis, hat sich Elfriede Jelinek ein anderes Bauelement der antiken Tragödie ausgeliehen: den Botenbericht. Mit einem kleinen Unterschied: In der Tragödie konnte man den Erzählungen von verlorenen Schlachten und vernichteten Städten glauben, schließlich kannte man als Grieche seinen Mythos. In «Rechnitz» funktioniert es genau andersherum. Dort weiß auch jeder, was gemeint ist, sagt aber jederzeit etwas anderes. Deshalb sollte man besser niemand glauben. Jossi Wielers diabolische Wohlfühltruppen Nette, einnehmende Menschen tänzeln zu loungig plätschernden «Freischütz»-Motiven (Musik Wolfgang Siuda) an die Rampe und lächeln sich gesellschaftsfein in Chorus-Line. Jossi Wielers Uraufführung in den Münchner Kammerspielen setzt nicht auf vordergründige Anklage derMörder,Mitläufer undGelegenheitsnazis. Sie käme ohnehin zu spät oder ist – selbst hinter den Schweigemauern der österreichischen Provinz – längst bekannt. Wieler und sein fünfköpfiges Ensemble schleichen sich lieber charmant an ihre Opfer an: eine höllisch grinsende Wohlfühl-Truppe. «Herrschsucht, ja, haben wir», plaudert Hildegard Schmahl grundvergnügt ins Parkett, als wollte sie ihrenGästen ein Begrüßungsküsschen auf die Wange hauchen. «Erst sterben, dann reden», schäkert Hans Kremer, und «warum graben» setzt die Schmahl mit der offenherzigsten Entrüstung hinterher, als ob jemand nach Feldarbeit verlangt. Das freundlichste Entgegenkommen wird dem Publikum angeboten, wer wollte so unhöflich sein und sich dem verweigern? Fünf perfekte Gastgeber servieren Elfriede Jelineks zeitgenössische Botentexte über das Rechnitzer Massaker auf dem Silbertablett. Der frei palavernde Monologstrom mäandert zwischen Mordnacht, Nachgeschichte und Party- Smalltalk, kippelt zwischen Eingeständnis und Ausrede nebst eingestreuten Bildungszitaten aus Euripides’ «Bakchen» oder T.S. Eliots «The Hollow Men», schweift jederzeit leidenschaftlich um und ab, bis das Ganze in einen vanillesüß mordgrundierten Assoziationsstrudel mündet. Vor allem 60 Jahre Nichts-Genaues-immerwieder- anders-Sagen in und um Rechnitz haben sich in milchigen Ausdrucksschlieren zwischen die Sätze gelegt, die in stark konzentrierter Form (schätzungsweise ein Drittel der Jelinek-Vorlage hat es bis auf die Bühne geschafft) appetithappenweise von den Schauspielern dargereicht werden. Elfriede Jelinek quirlt zusammen, was zusammen gehört. Vor allemAndré Jung zelebriert die Kunst der verbalen Absatzpirouette in historischer Verleugnungsakrobatik: «Wenn wir das gewusst hätten, was wir heute wissen!Wir hätten es nicht geglaubt.» Ein kurzes Stutzen hinter der schwammig-blassen Frohsinnsmaske, schon wendet sich der Vorwurf in die beleidigte Moralattacke: «Wir hätten nicht geglaubt, dass man uns typische Nachgeborenenfragen stellen würde. Aber wir haben jetzt schon vor, uns gegen die moralische Überheblichkeit der Nachwelt zu wenden.» Und noch einen kalten Schweißausbruch weiter folgt gefestigt und wieder versöhnlich der Triumph innererVerwindungskunst mit Salto rückwärts in die selbstbewusste Nation: «Wir müssen uns nicht mehr verstecken.» So windet sich ein moralischer Schlangenmensch durch die Zeiten: für jede Situation eine eigene Wahrheit. Dazwischen räkelt sich die Festgesellschaft lüstern auf ihren Stühlen, arrangiert sich ächzend zu Gruppenfotoarrangements oder lässt sich zwischendurch Fertigpizzen oder Grillhähnchen auftischen, die genüsslich verzehrt und mit einem besonders infamen Jelinek-Satz hinuntergespült werden. Später werden die Gewehre ausgegeben, und man legt sinnenfroh ab. Katja Bürkle spreizt ihre Glieder im transparenten Höschen zu Skulpturen der Fleischbeschau und Mords-Vorlust,während ein allseitiges zupackendes Betatschen anhebt. Die Normalität der Zeitzeugen Anja Rabes hat der Menschenjagdgesellschaft ein ausweglos holzgetäfeltes Gastzimmer bereitet, einen ErinnerungsraummitKlappstühlchen und Museumskopfhörern an den Wänden, die sich in Tapetentüren, Frühstückskojen oder Drehtüren öffnen können und doch kein Entrinnen zulassen. Immer wieder entzündet Hildegard Schmahl ein weibchenhaftes Bewunderungslächeln für die entschlosseneMännlichkeit imGesicht – «total besoffen, aber schießen kann er noch» –, und Steven Scharf blicktwie zur Bestätigung gläsern viril ins Zwielicht seiner Sätze. In der letzten Viertelstunde verlässt die Inszenierung Buñuels dramaturgische «Würgeengel »-Folie der eingeschlossenen Festgesellschaft und wendet sich den Domestiken zu. Die getäfelten Zimmerwände drehen sich in Küchen-Weiß, und die herrschaftlichen Unterhaltungskiller wandeln sich ins Hauspersonal. Wieder fünf gewissensfeste Schönredner, jetzt in vorauseilend nachgereichterRechtfertigungsbewunderung für ihre Arbeitgeber.Hans Kremer als lässigerHausdiener räsonniert über das Verhältnis von Bote und Wahrheit durchaus wahrheitsgemäß fadenscheinigwie dieZeitzeugen inGuido Knopps TVHistoricals, die sich messerscharf erinnern können, dass sie nichts Genaues gesehen haben. Hildegard Schmahl im allerliebst geblümten Putzhilfenkleidchen ist über Gerüchte ehrbar erhaben, schon aus praktischenGründen: «MitGerüchten befassen Boten sich aus Prinzip nicht, denn was sie dann zu sagen hätten, wäre ja endlos. » Und Katja Bürkles Stubenmädchenhaube zittert vor Erregung, wenn sie von ihrer tollen Gräfin schwärmt, der sie eben noch die wohlgeformten Glieder geliehen hat. Nach knapp zwei Stunden von Jossi Wielers Münchner Jelinek-Theater sind alle Boten (nicht nur aus Österreich) gründlich diskreditiert und Gustav Freytags Hollywood-Spannungskurven nur alte Langweiler.Denn nichts istmitreißender als halsbrecherische Lügner, die noch die größte Katastrophe zur Normalität erklären. Und dieNormalität, in Rechnitz und anderswo, hat es immer gerne geglaubt.
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«Ich gieße meine soziale Skulptur» |
Christoph Schlingensief über seine Krebserkrankung, die Bedeutung des Sprachflusses, Joseph Beuys, und warum das Christentum eine Riesenfreude sein könnte In der Berliner Wohnung Laberenz/Schlingensief. Christoph Schlingensief kocht Tee. CHRISTOPH SCHLINGENSIEF Das ist ein Antikrebstee aus Japan … EVA BEHRENDT Im Ernst? SCHLINGENSIEF Nee.Du kriegst ganz viel so Zeug, Teufelskralle, Katzenkralle, davon zwei Liter am Tag trinken, und dann geht der Krebs zurück.Mir wurde Hypnose angeboten, ein Apotheker hat mir ein komplettes Mineralien-Sortiment geschickt. Manche wollen Geschäfte machen, aber alles was hilft, ist okay. EB Wird man automatisch zum Spezialisten, wenn man an Krebs erkrankt? SCHLINGENSIEF Krebs, dasmerktmansehr schnell, ist nicht universell. Er ist bei jedem anders. Das macht die Sache auch so gefährlich, weilman immer lernt: Tust du das, passiert das. Tust du dieses, passiert jenes. Ich habe meist etwas anderes erlebt, alsmanmir erzählt hat. Beimeiner ersten Chemopackung passierte drei Tage nichts. Sich übergeben,Haarausfall, das ist beimir alles nicht passiert. Stattdessen hat die Seele unglaublich protestiert, die Zellen haben geschrieen. Alles hat getobt inmir. Es gab keinenAusweg, keine Fluchtmöglichkeit, das Zeug war in mir drin. So stelle ich mir die Hölle vor. Deshalb meine ich auch, jetzt ist es erstmal überstanden. Was das Sprechen, dasHandeln, das Tun betrifft: Ich hab nicht mehr diese kindliche Unschuld, die ist weg. Ich überlasse diesen Krebs nicht der Schulmedizin. Es wird besser, wenn ich mich nicht drum kümmere. Am liebsten würde ich jetzt ein halbes Jahr lang spazieren gehen und Leute besuchen. Ich hab sogar Lust, Proben anderer Regisseure zu besuchen. Da hätte ich mich früher nie drumgeschert.Umgekehrt sind die Leute ein bisschen geduldiger mit mir. Ich kann eher zugucken, auch bei den eigenen Proben habe ich Glücksgefühle. Früher bin ich da immer gleich reingerannt, hab alles vorgespielt, am liebsten alle Rollen übernommen. So wie bei «Attabambipornoland ».DawarenlauterWeltstars auf derBühne. Und wer hat 90 Minuten lang gesprochen? Ich! Horror. EB AlsKünstler sollman – zumindest nach altem romantischemKünstlerbild – aus sichselbst schöpfen. Geht das auch in der Kollektivkunst Theater? SCHLINGENSIEF Unabhängigkeit muss man sich leisten können.Wie PaulMcCarthy oderMatthew Barney. Die haben ihren Fundus anMaterial, ihre Werkstätten und Mitarbeiter, sind selbständige Unternehmer. Theater ist ja eine seltsame Veranstaltung. Je näher die Premiere rückt, umsomehr Leute schauen drauf. In Duisburg konnten wir eineWoche vorderPremiere schoneineArtDurchlaufmachen. Eswar eingroßerGlücksfall, dass ich mit so vielen alten Freunden arbeiten konnte. Die Behindertenwarenwieder dabei,CarlHegemann, Voxi Bärenklau, das alte Team. Dann habe ich fast fünf Tage nur darauf verwandt zu gucken, welche Filme in welcher Kombinationmit derMusik laufen. Diese Konzentration und Geduld habe ich frühernicht gehabt, damusste das alles immer live und spontan passieren. Gleichzeitig hätte ich in meinem geschwächten Zustand ohne die Hilfe von Aino (Laberenz), Sophia (Simitzis), Meika (Dresenkamp) und Anna (Heesen), die teilweise auch die Regie übernommen haben, gar nicht arbeiten können. Auch Margit Carstensen war eine großeHilfe.Die fand es falsch, aus denTexten Szenen zu bauen. Ich hatte ja anfangs die Idee, daraus eine Komödie oder einen Spielfilm zu machen. EB Komödie? Klingt makaber. SCHLINGENSIEF Lachen war auf der Station so selten geworden. Das gabs überhaupt nicht. Alsmir imKrankenhaus eine verrückte Frau vor die Zimmertür gekackt hat, da hab ich zum ersten Mal wieder gelacht, und zwar so, dass ich meine Narben festhalten musste. Alle dachten, jetzt ist er durchgedreht.Margit hatmir durch ihr komisches Sprechenmeiner eigenen Texte bewusst gemacht, dass das alles auch sehr absurd ist. Und ich wollte ja auf keinen Fall nur auf die Tränendrüse drücken. Sie war auch dabei, als ich meine Lungenembolie bekommen habe,was dann bei der einen Seite, die ich nur noch habe, blöd ist. Da war sie hier auf dem Balkon eine rauchen, und ich bin drinnen fast erstickt. Als sie zurückkam, hatte ich schon in die Hose gemacht. EB Dokumentieren Sie sich in allen Lebenslagen selbst? SCHLINGENSIEF Überhaupt nicht. Bei mir ist es wichtig, dass dieser Sprachfluss dabei ist. Vor allem abends. Ich hab Angst gehabt ab 17 Uhr. Da kamen dieGeisterwie so Figuren angeflogen.Mir wurde kalt von unten nach oben. Unbeschreiblich. Da gibt es ein unglaubliches Stimmengewirr, nicht, weil ich irre bin, aber das muss dann raus. Das Ding (Tonbandgerät) war derMülleimer. Ich hab dameinMantra so reingeredet.Wahrscheinlich werden dabei irgendwelche Endorphine ausgeschüttet. AuchimKrankenhaushabe ichimmerzu erzählt und Gedanken formuliert. Am Morgen, als der Professor fürAnästhesie kam, hab ich schon schwadroniert. Irgendwann sah ich sie tuscheln und auf die Geräte gucken. Da stellten sie fest, dass dasMorphiumausgefallenwar.Aber ich hatte vor lauter Erzählen und lautemDenken keine Schmerzen!Auch in denOP-Raumbin ichwie zu einem Auftritt gefahren. EB Das hört sich wie Psychoanalyse ohne Analytiker an ... SCHLINGENSIEF Egal ob mit oder ohne. Ich halte eigentlich von beidem nichts. Ich habe ja immer in Hochgeschwindigkeit gearbeitet und ein Riesenglück gehabt. Und dann sagt einer innerhalb von zehn Sekunden: «Das sieht aber scheiße aus.» In demMoment – dong – ging so einHitzeschlag durch mich durch. Da war eher die Frage: Was kann ich tun? Da hab ich, noch bevor ich operiert wurde, das Buch zur «Johanna»-Inszenierung in zwei, dreiNächtenwie einWahnsinniger bearbeitet. Ein Freund meinte: «Jetzt lass das doch mal, erstmal die Krankheit!» Aber ich habe gemerkt, ich muss es machen, solange ich es noch spüre. Genau wie in Duisburg. Da durfte ich plötzlich wieder fühlen und entscheiden, handeln und analysieren. Bei den nepalesischen Verbrennungsritualen gehört auch alles zusammen, Leben und Sterben. Das hat mich magisch angezogen. EB Es gab also schon eine Sehnsucht, das Erlebte in Kunst einzuspeisen? SCHLINGENSIEF Ich habe gerade eher dasGefühl, die Bilder haben das Erlebte vorweggenommen. Ich entdecke erst jetzt, dass das schonmal da war als Angst, die sich nicht formuliert hat. Der Krebs ist für mich nicht nur ein chemischerUnglücksfall, sondern auch ein spirituelles Ding. Das hat ein Gesicht. Der Krebs ist in der Zeit entstanden, als ich mich um das Weltabschiedswerk von Herrn Wagner gekümmert hab und umErlösung. InmeinenGeschichten– «Kühnen », «Parsifal» – gibt’s immer Verweise auf die Erlösungsfrage, gottseidank nicht immer ernst, weshalb «Das deutsche Kettensägenmassaker» auch ein lustiger Film ist. Aber Wagners Todessehnsucht hab ichmir komplett angezogen. Und selbst nach der Operationmusste ichmir wie im Wahn den «Thementag Tod» auf 3sat ansehen.Da ging es ums Sterben, aber auch um die Veränderungen, diese kleinen Schritte, die den Abschied nicht mehr ganz so schmerzhaft machen. EB Es gibt in «Eine Kirche der Angst vor dem Fremden inmir» sehr persönlicheMomente. Sie als Kind im Super8-Film, direkt nach der Diagnose auf Tonband, weinend imVideo und live als Jesus, der das Abendmahl austeilt.Haben Sie keine Angst, sich so zu offenbaren? SCHLINGENSIEF Carl Hegemann hat drüber philosophiert, ob die Leute nachher nicht denken: «Jetzt hat er sich ausgeweidet.» Ich hab dann immer gesagt: Die Fluxusfilme sind für mich wichtiger. Das ist genau diese Ecke von Werner Nekes, wo ich herkomme. Das andere ist der sich wahnsinnig selbst liebende Künstler, der bürgerlich das Klavier zersägt. Darin steckt ja auch die Vorstellung vom Leben als Fluss, der Wunsch, dass Kunst und Leben zusammenkommen. Allein der Vorsatz ist schon Schwachsinn. Daran ist auch Beuys mit seinen Jüngern krepiert. Du kannst das nicht lehren und praktizieren. Die Hauptgedanken von Beuys sind tatsächlich in der Sprache passiert. Ich versuche ja auch gerade, Sprache nicht nur zu nutzen um zuzuballern. Früher habe ich mich danach gesehnt, in den Situationen aufzugehen, mich zu verlieren. Jetzt gucke ichmit großer Ruhe undDistanz drauf.Manchmal ist da beängstigend wenig Gefühl, bevor es doch wieder ausbricht aus dem Fundus der Bilder. Da merke ich, dass ich die Erfahrungen doch nicht ganz abgeben und sagenkann: «Jetzt habt ihr dasProblemander Backe, tschüss bis zur nächsten Krankheit.» EB In der «Kirche der Angst» haben Sie auch erzählt, dass Sie sich selbst nicht richtig lieben können, haben von derUtopie des Autonomseins gesprochen. Da dachte ich, dass es schon ganz schön Abstand zu sich selbst braucht, umdas, wasman in einer existenziellen Situation empfunden hat, als Material für Kunst zu benutzen. SCHLINGENSIEF Ich glaub auch, dass man das in der Kunst braucht. Ich wünsch ja keinem die Erfahrung von Krebs, damit er sich wieder fühlen kann. EinePsychotherapeutin imPublikummeinte, es sei unglaublich, dass ich so drauf bin. Normalerweise würden die Krebspatienten langemit sich ringen. Da hab ich gesagt: «Ich gieß ja jetzt gerade auch diesen Krebs in eine Form.» Ich gieße gerade meine soziale Skulptur. Ich bin der Bildhauer. Und ich arbeite am erweiterten Krankenbegriff. EB Der Begriff «soziale Plastik» stammt auch von Beuys. Wie wichtig ist Beuys für Schlingensief? SCHLINGENSIEF Ich hab ihn mit 16 als Zuhörer kennengelernt, als ich mit meinem Vater im Essener Lions-Club einen Vortrag von Beuys über die Entwicklung derMarktwirtschaft gehört habe. Da sagte er, dass das Gesellschaftssystem in sieben Jahren komplett zerstört sein würde. In dem Moment sind alle älteren Herren, die vorher eingeschlafen waren, aufgewacht und haben ganz laut gebellt. Das hab ich mir gemerkt. Als ich die Partei «Chance 2000» hatte, sind Beuys-Leute wie Stüttgen oder Rappmann aufmich zugekommen undmeinten, «Wähle dich selbst!» wäre von ihnen gewesen. So kamen wir ins Gespräch. Ich finde Beuys wichtig in meinem Leben, aber ich hab auchmeineZweifel.Vielleicht hab ich ja noch die Gelegenheit, ihn komplett umzudeuten. Auf jeden Fall ist er ein Schlüssel für die Auseinandersetzung mit Kunst in der Gegenwart. Weil die Kunst in der Gegenwart sich das Denken nicht mehr richtig leistet, außer vielleicht mit Meta-Meta-Aufsätzen, die ich nicht lesen will. Er hatte als einer der ganz wenigen begriffen, dass Kunst Denksysteme ins Wanken bringen kann. Und imbesten Fall durfte ich so etwas auch inmeinerArbeit erleben.BeiBeuys konnte auch derNormalmensch einfach einsteigen, sei es, weil er wütend war, sei es, weil man die Ahnung hatte, der Typ weiß viel und hat ein Herz. Das sind einfach gute Faktoren, die ich in derKunst ganz oft vermisse. Ich mag an Beuys, dass gedacht wurde. EB Wird denn, wer seine Wunde zeigt, geheilt? SCHLINGENSIEF Dasmit derHeilung ist so eine Sache. In den Talkshows haben wir ja genug Leute, die angeblich ihreWunde zeigen. Aber meist haben die schon meterdicke Verbände drüber. Medienkritik ist dabei gar nichtmein Thema. Es gibt Stoffe, da vermutest du auf den ersten Blick, dass hier mit Kalkül gearbeitet wird. Auf den zweiten Blick merkst du, dass das etwas ist, das sich musikalischmit dir verbindet, dadurch plötzlich auch mit dir zu tun hat und deshalb auch deine Fragen mit in den Raum wirft. Nicht unbedingt die Antworten. Vor einem Jahr habe ich auf dem Theater noch rumgehackt, imMoment ist es wieder das Labor, das ich liebe. EB KennenSieSchaminVerbindungmitTheater? SCHLINGENSIEF Bernhard Schütz hat da eine Tür geöffnet, dassman auf der Bühnemanchmal anfing Sachen zumachen, die schon an die Grenze gingen. Es gab Vorstellungen, wo wir beide mit dem Rücken zum Publikum standen und uns nach einer Dreiviertelstunde so zugeflüstert haben: «Sag mal, was machen wir jetzt, Bernhard, was machen wir jetzt?» Und er: «Ich weiß auch nichtmehr, ich weiß auch nicht… » Sag ich: «Das ist doch furchtbar!» Und er: «Ja, ich schäm mich in Grund und Boden.» Und ich: «Ich auch.» Auch für meine Krankheit habe ich mich die ersten sechsWochen extrem geschämt. Ich konntemich nichtmehrmögen. Das war schon immer eine Grunddisposition – auch wenn das anders aussieht,weil ichmanchmal so rumgetobt bin, bei derParteioder auchdemWien-Containeroder«Talk 2000» oder der MTV-Show. Aber das waren nur Teilaspekte.Ungefähr sowie einSelbstzerstörungsurlaub nach der Kunstaktion. Tief drin hatte ich oft das Gefühl, dass die Arbeit doch nicht richtig gut war, nicht konsequent genug oder auch nichtwirklichliebend. Nicht ehrenhaft, also aufrichtig.Sowie Carl Hegemann sagte bei «100 Jahre CDU»: «Der Abend ist lustig, abermehr auch nicht, und vor allemhast du nicht richtig gebeichtet.» EB Früher waren Ihre Inszenierungen oft politischer. Stimmt die Beobachtung, dass Ihre Arbeiten in den letzten Jahren immer persönlicher geworden sind? SCHLINGENSIEF Schon meine Filme hatten ganz viel mit mir zu tun. «Egomania» von 1987 zum Beispiel mit der obsessivenWelt, in die ich mich damals inmeinerDachzimmerwohnung inMünchen verstrickt hatte. EineWohnungmitWasser, aber ohne Strom. Thomas Meinecke wohnte im Haus, auch Prostituierte. Mein Denken und Schreiben dortwar sehrmelodramatisch, einsam, sentimental, hasserfüllt. Die Filme haben viel mit Fassbinder und Schröter zu tun, nur dass ich darin einen Humor verfolge, der nicht ironisch ist oder zynisch-sarkastisch. Ein hoffnungsloser, überdrehter Humor. Da wird Schrecken verbreitet, und gleichzeitig muss man lachen.Wie auch jetzt wieder bei diesem Abend. Später hab ich mehr preisgeben können, manchmal auch fast unter Zwang, immer musste da die Familie auftauchen … EB … sie ist auch in Duisburg vorgekommen, in Super-8-Aufnahmen und als Konflikt mit Ihrer Mutter. SCHLINGENSIEF All dieses Streben nach Erfolg von früher, weil Mutter und Vater dann auch begeistert sind und die Verwandtschaft sich allmählich beruhigt … Es ist ja absurd,mit 47 solche Überlegungen! Aber ich kann die auch jetzt noch nicht abstoßen, obwohl es schon wesentlich besser ist. Mein Vater ist weg, und mit meiner Mutter hatte ich in dieserZeit auch eine ziemlich harteAuseinandersetzung, die aber nun im Frieden geendet ist. Ich liebe sie. Und meinen Vater auch. Sie haben ihr Leben gelebt, und das haben sie ziemlich kräfteverzehrend hinbekommen. Und trotzdem frage ich mich, ob ich noch irgendwann ganz ohne Eltern auf derWelt sein werde. Ich wünsche meiner Mutter nicht den Tod. Aber wie ist das Gefühl, wennman keine Eltern mehr hat, denen man vieles erklären wollte, auch wenn es keine Chance zumVerstehen gab?Dannwieder derGedanke: Mein Gott, die ganze Familie Schlingensief fliegt auseinander. Schon Vaters Erblindung, die Depression –meine Eltern sind beide depressiv –, dann der Tod meines Vaters, Schlaganfall derMutter und jetzt das noch.Wer ist daran interessiert, dass wir kaputtgehen? Wer walzt da so über uns, wer will das so haben? EB Ist jemand schuld daran? SCHLINGENSIEF Zum Glück sterben auch engelhafte Wesen. An unserem Lebensstil kann es nicht liegen. Aber die Frage ist zu stellen, finde ich.Das hat nichtsmit der Schuldfrage imRechtswesen zu tun, das ist das Bedürfnis des Menschen, etwas tragen zu wollen. Schuldbewusstsein heißt deswegen auch, wissen, wie man eingreifen kann. Das ist doch die große Hoffnung. Wenn man sich nur dem medizinischen Fortschrittswahn hingibt, dann ist das ja eine Abgabe vonAutonomie.Manmöchte beteiligt sein, selber wissen, warum etwas so ist. Das ist doch nichts Schlimmes.DerKatholizismusmacht’s schlimm. Es gibt so ein katholischesHeft, der «Tagesbote». Der hat geschrieben, ichwürdemitmeinerKrankheit auch diesmal provozieren wollen: «Schlingensief täte gut daran, sich auch einmal Gedanken übers Sterben zu machen, bevor es zu spät ist.»Das ist dieser katholischeHöllenhorror.Zum Kotzen! Mit diesem Katholizismus habe ich für immer gebrochen. Sie drohen, sie erheben die Erde zum Fegefeuer. Für mich ist das Leben momentan die helle Freude! Ich werde, um es mal in der Sprache dieser Katholikenzombies auszudrücken: den Teufel tun! EB In der «Kirche der Angst» kommen Sie nur zum Austeilen der Hostie auf die Bühne. Ist das auch Voodoo? SCHLINGENSIEF Ja klar, esset mein Fleisch, trinket mein Blut. Das ist doch wunderbar. Jesus hat übrigens dabei ganz glücklich geschaut und gelacht! Er fand das nicht nur erotisch, sondern auch heilsam. Überhaupt könnte das Christentum eine Riesenfreude sein. Die tun nur leider so, als wären wir noch im Mittelalter. Gott ist absolut zeitlos. Der braucht diese Jahresringe nicht. Eine Kirche, in der man Gott anschreien oder ihm Paroli bieten kann, das hätte bestimmt großen Erfolg. Und es wäre eine echte Befreiung. Wenn ich wiederkomme, werde ich Papst, und da wird dann kräftig ausgemistet. EB Woher nehmen Sie die Freiheit, sich in Jesus hinein und über alle möglichen Ehrfurchtsgebote hinweg zusetzen? SCHLINGENSIEF Wahrscheinlich,weilmeine Eltern das mit mir praktiziert haben. Zum Beispiel hattemeineMutter in den Sommerferienmal einen Hitze-Kollaps und kriegte keine Luft mehr. Da hab ich ein Gelübde abgelegt, dass ich ein Bild male und in Altötting dreimal imKreis laufe.Wir sind dann tatsächlich nachAltötting gefahren.Da gab’s Kinderkreuze, mit so einem bin ich losgezogen. Mein Vatermeinte nach einer Runde, «so, komm, jetzt reicht’s, das ist genug». Mir war’s recht, dass es vorbei war, auch ein bisschen peinlich. Aber da hab ich Kirche als etwas ganz Geborgenes und Spielerisches erfahren, weil mein Vater nicht auf folternde Totalerfüllung bestanden hat. Da fand ich ihn großartig! EB Und außerhalb von Kirche? Sie sind jemand, der anscheinend gar keine Berührungsängstemit Leuten hat.Weil Sie immer sehr direkt aufAugenhöhe auf sie zugehen. SCHLINGENSIEF Ich hatte gedacht, durch dieKrankheit würde ich die Leute jetzt nicht mehr so oft umarmen. Ich soll ja möglichst Omnibusse und Flugzeuge und Massenaufläufe meiden. Wegen Infektionsgefahr. Aber in Duisburg habe ich bestimmt Hunderte von Menschen umarmt. Die Geste ist drin.Was heißt die Geste? Ich mag das, mach das einfach. Etwas später am Telefon: ein neuer Zwischenstand. Schlingensiefmacht eine Kurzkur in Bad Schandau. EB Mitte November haben Sie die Rohfassung der «Kirche der Angst» nochmal imGorki Studio in Berlin gezeigt.Zu Beginn derVorstellung «Der Zwischenstand der Dinge» haben Sie vor dem Publikum angedeutet, dass Sie eine neue Krebs- Diagnose bekommen haben. Wie gehen Sie damit um? SCHLINGENSIEF Man versucht natürlich allesMögliche: Ernährungsumstellung,Reinigung und der ganze Kram. Mir wurde der Kopf untersucht, da ist alles blitzeblank. Trotzdem hat diese Magnetresonanztomografie einen Schock ausgelöst,weil ich plötzlich realisiert habe, wo das Scheißzeug überall sein kann. Aino und ichwaren überzeugt, dass ich jetzt zwei, drei Jahre wieder ins Leben einkehren kann – und jetzt muss ich schon wieder die nächste Tablette fressen. Das ist zwar keine Chemo, gibt aber Nebenwirkungen. Mittlerweile könnte ich bei chemischen Versuchsanlagen problemlos durch die kontaminierten Zonen rennen. Wie es ausgeht, wissen wir nicht. EB Zu Beginn der dritten Vorstellung haben Sie sich außerdem darüber geärgert, dass manche Kritiker ratlos waren und ihre «Kriterien» dahinschwinden sahen. SCHLINGENSIEF Ich hab mich nicht geärgert. Das war früher. Nein! Es war plötzlich die Erkenntnis geboren, dass esKritiker gibt, die fürwirkliche Lebensinhalte keine Maßstäbe haben, diese aber umsomehr fordern und einklagen.Man kann es ja keinemvorwerfen, wennman nicht damit umgehen kann. Ich kann ja auch nicht richtig damit umgehen,weil ich nichtweiß,wasman tun könnte. Nur ein paar haben verstanden, dass hier ein Kunstwerk aufgeführt wurde, das nicht nur mit meinemTod zu tun hat. Aber beimanchen Kritikern ist es so, dass ein Kritiker auf gar keinen Fall menschlich sein darf. EB Der «Zwischenstand»war keine Totenmesse, sondern in seinerOffenheit sehr ermutigend und doch formal so offen, dass jeder seinen eigenen Film dabei laufen haben konnte. SCHLINGENSIEF Ich habe das offen ausgesprochen, umes in seinerMächtigkeit anzugreifen, daswerde ich weiterhin tun, und das kannmir auch keiner nehmen.Wennman so ’ne halbe Stunde beim MRT in der Röhre liegt und drum herum hämmert es und du weißt, die Ärzte gucken jetzt alle auf einen Monitor … Mein Gehirn lieb ich schon sehr. Das Reden und schnelle Denken und die ganzen Bilder und all das. Wenn das alles angeknabbert wäre! Diese halbe Stunde war hardcore, und ich hatte ziemlich schwarze Täler seither. Ich dachte immer, ich hätte noch 35 Mal Weihnachten vor mir. Dieses Jahr werd ich das wohl problemlos hinkriegen, aber wie ist das nächstes Jahr? Mir ist klar geworden, dass ich einen Auftrag habe, das mitzuteilen. Und ich hoffe natürlich, dass sich durch das Mitteilen etwas umformt oder dass man das etwas kräftiger oder besser erleben und ertragen kann.Die dritte Ebene istwirklich der völlig autonome Betrachter, der dabei mit sich umgehen muss. Dann ist das nicht Christoph Schlingensiefs Leidensweg, sondern viel mehr. EB Wie geht es jetzt weiter? SCHLINGENSIEF 25 Prozent sterben, weil da einfach die Krankheit nicht zu stoppen ist, bei 50 Prozent kann der Mist zumStillstand gebracht werden. Das ist gerade das Ziel, und 25 Prozent der Patienten werden einfach weiterleben. Da wollen wir hin. Die Ärzte wollenmich vonmeiner Arbeit profitieren lassen. Der Kampf gegen die Krankheit wird einfach konkreter. Ich lasse viel Revue passieren. Aino und ich sitzen händchenhaltend da und denken darüber nach, wo wir überall waren. Es gab schon tolle Arbeiten, wir haben dasmal zusammengerechnet, 78 Stücke, Theater und Aktionen, ohne die ganzen Filme und Installationen,Objekte, Bilder und Skulpturen. Ich bin schon scharf darauf, das nochmal zu sehen und zu lesen. Und ich bin stolz auf das Archiv, dass meine Freunde seit fast zehn Jahren an meiner Seite erstellt haben und nun noch intensiver dran arbeiten. Da sollmehr vonmeiner filmischen Arbeit rein. Die war immer das Zentrum meines Denkens. Der Film, das Bild, das Erinnern, das Übermalen. Ich glaube, es geht nichts verloren. Das hab ich als größte Erleichterung. Manchmal sterbenKünstler früh, und für ihr Werk ist das oft auch ganz gut. Bevor sie sich im Alter nur noch selbst zitieren.Deshalbwill ich auf keinen Fall mehr Künstler sein, da will ich dann doch lieber leben.
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Premieren |
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AACHEN, GRENZLANDTHEATER Kasse: 00 41/1/261 21 79 23. Schmitt, Der Besucher R. Paul Bäcker
AACHEN, THEATER Kasse: 0241/47 84 244 8. nach Musil, Törleß R. Bernadette Sonnenbichler 17. Stephens, Motortown R. Ewa Teilmans
AUGSBURG, THEATER Kasse: 08 21/324 49 00 23.Weill/Kaiser, Der Silbersee R. Manfred Weiß 25. Brecht, Trommeln in der Nacht R. Anne Lenk
BADEN-BADEN, THEATER Tel.: 07221/932 700 23. Löhle, Morgen ist auch noch ein Tag (U) R. Katharina Kreuzhage
BASEL, THEATER Kasse: 0041/61/295 11 33 15. Kelly, Kindersorgen (DE) R. Caro Thum
BERLIN, JÜDISCHES THEATER BIMAH Tel.: 030/251 10 96 24. Sherman, Bent – Rosa Winkel R. Dan Lahav
BERLIN, DEUTSCHES THEATER Kasse: 030/284 41 225 8. Bergman, Persona (DE) R. Philipp Preuss 11. nach Wagner, Kaminski on Air: Siegfried R. Stefan Kaminski 31. Jonigk, Donna Davison (U) R. Hanna Rudolph
BERLIN, KOMÖDIE Kasse: 030/885 911 88 18. Shakespeare, Wie es euch gefällt R. Katharina Thalbach
BERLIN, MAXIM GORKI THEATER Kasse: 030/202 21 115 22. Solberg, Leaving Marzahn (U) R. Simon Solberg 29. Bräunig, Rummelplatz (U) R. Armin Petras
BERLIN, RENAISSANCE-THEATER Kasse: 030/312 42 02 24.Marber, Hautnah R. Ulrike Jackwerth
BERLIN, SCHAUBÜHNE Tel.: 030/89 00 23 14. Ibsen, John Gabriel Borkman R. Thomas Ostermeier
BERLIN, THEATER AM KURFÜRSTENDAMM Kasse: 030/885 91 144 26. Shaffer, Komödie im Dunkeln R. Michael Bogdanov
BERLIN, THEATER AN DER PARKAUE Kasse: 030/55 77 52 51 16. Kafka, Amerika! R. Carlos Manuel
BERLIN, VOLKSBÜHNE Kasse: 030/247 67 72 7. Pollesch, Du hast mir die Pfanne versaut, du Spiegelei des Terrors! (U) R. René Pollesch
BERN, STADTTHEATER Kasse: 0041/31/329 51 51 10.Williams, Endstation Sehnsucht R. Ingo Kerkhof
BIEL, THEATER BIEL SOLOTHURN Kasse: 0041/32/328 89 70 22.Williams, Die Glasmenagerie R. Anna-Sophie Mahler
BIELEFELD, THEATER Kasse: 05 21/51 54 54 9. Negri, Schwarm (DE) R. Christian Schlüter 16. Zuckmayer, Der Hauptmann von Köpenick R. Matthias Kaschig 24. Simon, Das Apartment R. Patrick Schimanski
BOCHUM, SCHAUSPIELHAUS Kasse: 0234/3333 111 16. Kelly, Liebe und Geld R. Sebastian Hirn 17. Klaußner, Marigold (U) R. Burghart Klaußner 18. Dey, Forelle Stanley (DE) R. Christian Hockenbrink
BONN, JUNGES THEATER Tel.: 02 28/46 36 72 9. Saint-Exupéry, Der kleine Prinz R. Hans Schernthauer
BONN, KLEINES THEATER Tel.: 0228/36 28 39 30. Sterner, Das Geld anderer Leute R. Gert Becker
BONN, THEATER Tel.: 0228/77 80 33 30. Euripides, Elektra/Orest R. Christoph Roos 31. O’Neill, Eines langen Tages Reise in die Nacht R. Ingo Berk
BRAUNSCHWEIG, STAATSTHEATER Kasse: 0531/12 34 567 30.Mrozek, Tango R. Constanze Kreusch 31. Kleist, Das Käthchen von Heilbronn R. Nicolai Sykosch
BREGENZ, LANDESTHEATER Kasse: 0043/5574/420 18 8. Shipton, Die Wanze R. Karin Eppler 10. Bärfuss, Die Probe R. Katja Langenbach 24. Focke, Himmel sehen R. Renate Aichinger
BREMEN, THEATER Kasse: 0421/36 53 213 21.MOKS-Stückentwicklung, 8 Väter (U) R. Tanja Spinger 22. Spycher, A.K.-System (U) R. Hüsseyin Michael Cirpici
BREMEN, SHAKESPEARE COMPANY Kasse: 0421/520 95 12 15. Shakespeare, Viel Lärm um nichts R. Lee Beagley
BRUCHSAL, LANDESBÜHNE Tel.: 07251/727 23 24. Dreßler/Weingartner, Die fetten Jahre sind vorbei R. Steffen Popp
CASTROP-RAUXEL, LANDESTHEATER Kasse: 02305/97 80 20 6. Büchner, Dantons Tod R. Petra Wüllenweber
CELLE, SCHLOSSTHEATER Kasse: 051 41/905 08 75/76 16. Bernhard, Der Theatermacher R. Kalle Kubik 23. Genet, Die Zofen R. Michael Kokoschka
CHEMNITZ, STÄDTISCHE THEATER Kasse: 0371/696 96 96 24. Tschechow, Drei Schwestern R. Enrico Lübbe
COBURG, LANDESTHEATER Kasse: 09561/89 89 89 24. Bärfuss, Alices Reise in die Schweiz R. Friederike Barthel
DARMSTADT, STAATSTHEATER Kasse: 06151/281 16 00 10. Löhle, Genannt Gospodin R. Ina Annett Keppel 24. Lievi, Fremde im Haus (U) R. Cesare Lievi
DESSAU, ANHALTISCHES THEATER Kasse: 0340/25 11 333 30. Schiller, Kabale und Liebe R. Swentja Krumscheidt
DINKELSBÜHL, LANDESTHEATER Kasse: 09851/902 40 2. Fo/Rame, Bezahlt wird nicht R. Tanja Kuntze
DORTMUND, SCHAUSPIEL Kasse: 0231/502 72 22 17. Gems, Piaf R. Uwe Hergenröder
DRESDEN, STAATSSCHAUSPIEL Kasse: 0351/49 13 555 17. Schnitzler, Reigen R. Paolo Magelli 23. Hebbel, Maria Magdalena R. Beatrix Schwarzbach
DRESDEN, THEATER JUNGE GENERATION Kasse: 0351/42 91 239 17. nach Grimm, Grimms Märchen (U) R. Theo Fransz
DÜSSELDORF, KOMÖDIE Kasse: 02 11/32 51 51 14. Barillet/Grédy, Die Kaktusblüte R. Helmuth Fuschl
DÜSSELDORF, SCHAUSPIELHAUS Kasse: 0211/36 99 11 17. Offenbach, Pariser Leben R. Hermann Schmidt-Rahmer
DUISBURG, THEATER Kasse: 0203/3009 100 16. Giraudoux, Der trojanische Krieg findet nicht statt R. Michael Steindl
EGGENFELDEN, THEATER AN DER ROTT Kasse: 08721/81 81 10. Shakespeare, Othello R. Mario Eick
ESSEN, SCHAUSPIEL Kasse: 0201/81 22 200 9. Hübner, Dream Team (U) R. Katja Lauken
ESSLINGEN, LANDESBÜHNE Kasse: 0711/351 23 044 29. Nestroy, Der Talisman R. Elmar Thalmann
FRANKFURT/MAIN, FRITZ-RÉMONDTHEATER Kasse.: 069/43 51 66 29. Thomas, Die Falle R. Rüdiger Hentzschel
FRANKFURT/MAIN, DIE KOMÖDIE 15. Paso, Schöne Geschichten mit Mama undPapa R. Manfred Langner
FRANKFURT/MAIN, SCHAUSPIEL Kasse: 069/1340400 16. Lentz, Warum wir also hier sind (U) R. Niklaus Helbling 17. Kater, zeit zu lieben zeit zu sterben R. Florian Fiedler 24. Tschechow, Der Kirschgarten R. Urs Troller
FREIBURG, THEATER Kasse: 0761/201 28 53 23. Gay, Die Bettleroper R. Christoph Frick
GERA, TPT Kasse Altenburg: 03447/585 161 Kasse Gera: 0365/7736343 16. Pharao, Der Gast R. Uwe Dag Berlin
GIESSEN, STADTTHEATER Kasse: 0641/795 760 31. Ionesco, Die Nashörner R. Thomas Goritzki
GÖTTINGEN, DEUTSCHES THEATER Kasse: 0551/496 911 24. Büchner, Dantons Tod R. Tilman Gersch 31. Saint-Exupéry, Der kleine Prinz R. Joachim von Burchard
GÖTTINGEN, JUNGES THEATER Kasse: 05 51/49 50 15 17. Horváth, Kasimir und Karoline R. Andreas Döring
GRAZ, SCHAUSPIELHAUS Tel.: 0043/316/80 00 10. Albee, Wer hat Angst vor Virginia Woolf? R. Tom Kühnel 30.Maslowska/@Linka, Wirkinderdesnetzes (U) R. Christina Rast
GREIFSWALD, THEATER VORPOMMERN Kasse: 03834/572 22 24 29. Alfieri, Sechs Tanzstunden in sechs Wochen R. Matthias Nagatis
HALLE, KULTURINSEL Kasse: 0345/20 50 222 10. nach Elzbieta, Ernesto Hase hat ein Loch in der Tasche (Puppentheater) R. Alberto Garcia Sanchez 31. Albee, Wer hat Angst vor Virginia Woolf? R. Tanja Richter
HAMBURG, ALTONAER THEATER Kasse: 040/399 05 876 25. Rombach, Adrian, der Tulpendieb (U) R. Axel Schneider
HAMBURG, DEUTSCHES SCHAUSPIELHAUS Kasse: 040/24 87 13 11.Müller, Der Auftrag R. Sylvain Creuzevault 17. nach Fly/Kjeldgaard/Leona, Vorstellungen (U) R. Klaus Schumacher 31. Kuijer, Das Buch von allen Dingen (U) R. Barbara Bürk
HAMBURG, ERNST-DEUTSCH-THEATER Tel.: 040/22 70 14 20 15.Winter, Spuren Suche (U) R. Claudia Prietel/Peter Henning
HAMBURG, THALIA THEATER Kasse: 040/328 14 444 14. Lanoye, Mamma Medea R. Jorinde Dröse 16. Goethe, Urfaust R. Andreas Kriegenburg
HANNOVER, STAATSTHEATER Kasse: 0511/9999 1111 16. Hillern, Die Geierwally R. Heidelinde Leutgöb 17. nach Wedekind/Berg, Lulu R. David Marton 23. Palmetshofer, hamlet ist tot. keine schwerkraft R. David Benjamin Brückel 25. Bergman, Nach der Probe R. Luk Perceval
HEIDELBERG, THEATER Kasse: 06221/58 200 00 31. Goetz, Krieg R. Marc Becker
HEILBRONN, THEATER Kasse: 07131/563 001 17. Tristram, The Opposite Sex R. Carsten Knödler 25.Marivaux, Der Streit R. Milena Paulovics 31.Mrozek, Auf hoher See R. Susanne Truckenbrodt
HILDESHEIM, THEATER FÜR NIEDERSACHSEN Kasse: 05121/331 64 19. Lessing, Minna von Barnhelm R. Bettina Rehm
INGOLSTADT, THEATER Kasse: 0841/98 13 200 22. Kuijer, Wir alle für immer zusammen R. Jürg Schlachter
INNSBRUCK, LANDESTHEATER Kasse: 0043/512/520 744 17. Molière, Tartuffe R. Klaus Rohrmoser 18. Shipton, Die Wanze R. Fabian Kametz 24. Reza, Der Gott des Gemetzels R. Christine Wipplinger
KAISERSLAUTERN, PFALZTHEATER Kasse: 0631/3675 209 28. Ravenhill, Das Produkt R. Ina Keppel 30. Reza, Der Gott des Gemetzels R. Reinhard Karow
KARLSRUHE, STAATSTHEATER Kasse: 0721/93 33 33 22. Bond, Gerettet R. Robert Besta 24. Schiller, Don Karlos R. Florian von Hoermann 25. Gerritsen, Gras R. Matthias Bauerkamp
KASSEL, STAATSTHEATER Kasse: 0561/10 94 222 23. Freyer, Amoklauf mein Kinderspiel R. Alexander Schilling 29. Hensel, Welche Droge passt zu mir? R. Annett Hohlfeld 30. Shakespeare, Hamlet R. Martin Schulze
KIEL, THEATER Kasse: 0431/901 28 75 23. Ravenhill, Das Produkt R. Marc Lunghuß 24. Trier, Der Boss vom Ganzen R. Siegfried Bühr
KLAGENFURT, STADTTHEATER Tel.: 0043463/552 66 222 15. Kleist, Der zerbrochne Krug R. Stephanie Mohr
KOBLENZ, THEATER DER STADT Kasse: 0261/129 28 40 17. Brecht/Dessau, Mutter Courage und ihre Kinder R. Werner Tritzschler 31. Norén, 20. November R. Kathrin Horster
KÖLN, SCHAUSPIEL Kasse: 0221/221 28 400 18. Voima nach Grimmelshausen, Der abenteuerliche Simplizissimus Teutsch (U) R. Thomas Dannemann 24.Weizman/Haver, 60 Years (U) R. Guy Weizman
KÖLN, THEATER DER KELLER Tel.: 02 21/27 22 09 90 15. Brecht/Dessau, Mutter Courage und ihre Kinder R. Hanfried Schüttler
KONSTANZ, STADTTHEATER Kasse: 07531/900 150 9. nach Pasternak, Das Schiwago Projekt (U) R. Mario Portmann 31.Müller, Türkisch Gold R. Britta Geister
KREFELD/MÖNCHENGLADBACH, VEREINIGTE BÜHNEN Tel.: 02151/805 125 3. Büchner, Dantons Tod R. Thorsten Duit (in Mönchengladbach) 15. Becker, Terrorprogramm R. Ulrich Hüni (in Krefeld) 23. Goldoni, Der Diener zweier Herren R. Matthias Kniesbeck (in Krefeld) 31. Kniesbeck/Kilian, Avanti Dilettanti! (U) R. Matthias Kniesbeck (in Mönchengladbach)
LINZ, LANDESTHEATER Kasse: 0043/732/761 11 00 10. Goethe, Faust I R. David Mouchtar-Samorai 24.Mason nach Aischylos, Orestie: Die Brut (U) R. Henry Mason 31. Shamieh, Territories (DE) R. Gerhard Willert
LÜBECK, THEATER Tel.: 04 51/77 67 72 16. Goethe, Faust I R. Pit Holzwarth
MAINZ, STAATSTHEATER Kasse: 06131/285 12 22 22. Bittoun, Family Affairs (U, Arbeitstitel) R. Stéphane Bittoun 23. Schrettle, Radio unfertig – Der Film TV (U) R. Tim Breyvogel
MANNHEIM, NATIONALTHEATER Tel.: 0621/16 80 150 6. Schiller, Die Jungfrau von Orleans R. Georg Schmiedleitner 8. Palmetshofer, hamlet ist tot. keine schwerkraft R. Cilli Drexel 11.Waechter, Alle Freunde fliegen hoch (U) R. Ania Michaelis
MASSBACH, FRÄNKISCHES THEATER Kasse: 09735/235 23. Healey, Der Zeichner R. Friedrich Bremer
MEININGEN, STAATSTHEATER Kasse: 03693/451 222 10. Lewandowski, Katharina und Till (U) R. Peter Kesten 11.Warrior, Küss die Hand, Madame (U) R. Johnny Warrior
MOERS, SCHLOSSTHEATER Kasse: 02841/201 731 9. Crowley, Die Ted Haggard Monologe (DE) R. Bastian Tebarth 29. Caldéron, Das Leben ist Traum R. Nada Kokotovic
MÜLHEIM, THEATER AN DER RUHR Kasse: 0208/599 0188 15.Musil, Die Verwirrungen des Zöglings Törleß R. Albrecht Hirche
MÜNCHEN, KAMMERSPIELE Kasse: 089/233 966 00 17. Shakespeare, Maß für Maß R. Stefan Pucher 23. Hilling, Bulbus R. Christiane Pohle 31. Peter Licht, Räume räumen R. Peter Licht, Ester Struck
MÜNCHEN, SCHAUBURG Tel.: 089/233 371 61 8. Fransz, Du, Du & Ich R. Jule Ronstedt
MÜNCHEN, VOLKSTHEATER Kasse: 089/523 46 55 24. Carroll, Alice im Wunderland R. Bettina Bruinier
MÜNSTER, WOLFGANG-BORCHERT-THEATER Tel.: 02 51/400 19 22. Hutchinson, Mondlicht und Magnolien R. Monika Hess-Zanger
NEUSS, RHEINISCHES LANDESTHEATER Kasse: 021 31/26 99 33 9. LaBute, Fettes Schwein R. Sylvia Richter 18. Lessing, Philotas R. Jasper Brandis 23.Mouawad, Verbrennungen R. André Sebastian
NÜRNBERG, STAATSTHEATER Kasse: 0180 5 231 600 9. Decker, Rückenschwimmer (U) R. Cordula Jung
OBERHAUSEN, THEATER Kasse: 0208/85 78 184 9. Kennedy, Altweibersommer (U) R. Peter Carp 23. nach Gorki, Aus der Tiefe (Nachtasyl) R. Jürgen Kruse
OLDENBURG, STAATSTHEATER Kasse: 0441/22 25 111 10. nach O’Casey, Dat enn van’n Anfang R. Gero Vierhuff
OSNABRÜCK, STÄDTISCHE BÜHNEN Kasse: 0541/323 33 14 23. Kricheldorf, Der Kopf des Biografen (U) R. Nina Gühlstorff 31. Frisch, Andorra R. Jürgen Bosse
PLAUEN/ZWICKAU, THEATER Kasse Plauen: 03741/281 34 847 9. Schiller, Kabale und Liebe R. Stefan Wolfram (in Zwickau)
POTSDAM, HANS-OTTO-THEATER Kasse: 0331/98 118 10. Theaterjugendclub, Der Fall (U) R. Manuela Gerlach 16.Wilde, Der ideale Gatte R. Tobias Rott 29. Sepúlveda, Wie Kater Zorbas der kleinen Möwe das Fliegen beibrachte R. Sebastian Wirnitzer
REGENSBURG, THEATER Kasse: 09 41/507 24 24 22. nach Schenkel, Tannöd R. Michael Bleiziffer
REUTLINGEN, THEATER DIE TONNE Kasse: 071 21/937 70 29. Schneider, Variationen über die Liebe (U) R. Michael Schneider
ROSTOCK, VOLKSTHEATER Kasse: 0381/381 47 00 30. Harwood, Quartetto R. Reinhard Hellmann
RUDOLSTADT, THEATER Tel.: 03672/450 25 00 24. Kaiser/Spolansky, Zwei Krawatten R. Herbert Olschok
SAARBRÜCKEN, STAATSTHEATER Kasse: 0681/30 92 486 9. Bürgin nach Kieslowski, Taxi 3/5 R. Sarah Maria Bürgin 10. Brecht, Herr Puntila und sein Knecht Matti R. Wolfram Apprich 17. Goethe, Werther R. Martin Pfaff
SALZBURG, LANDESTHEATER Tel.: 0043 662/871 512 101 31. Laufs/Jacoby, Pension Schöller R. Barbara Neureiter
SCHWERIN, STAATSTHEATER Tel.: 0385/530 01 23 27. Hamik, De Diern is richtig R. Rolf Petersen
SENFTENBERG, NEUE BÜHNE Tel.: 03573/801 286 24. King, Lauf doch nicht immer weg! R. Steffen Pietsch
SOLOTHURN, THEATER BIEL SOLOTHURN Kasse: 0041/32/328 89 70 16.Mankell, Antilopen R. Deborah Epstein 28.Williams, Die Glasmenagerie R. Anna-Sophie Mahler
ST. GALLEN, THEATER Tel.: 0041/71/242 06 06 10. Schiller, Maria Stuart R. Tim Kramer
ST. PÖLTEN, LANDESTHEATER Kasse: 0043/2742/352 026 19 24. Heckmanns, Ein Teil der Gans R. Hans-Peter Kellner
STENDAL, THEATER DER ALTMARK Tel.: 03931/635 702 15. Steiof, Noah und der große Regen R. Bernd Schlenkrich 17. Ahlfors, Die letzte Zigarre R. Eberhard Köhler
STUTTGART, SCHAUSPIELBÜHNEN Tel.: 0711/226 55 05 + 227 70 22 23. Frayn, Der nackte Wahnsinn R. Volker Jeck (Komödie im Marquardt) 29.Walser, Ein fliehendes Pferd R. Rudolf Frey (Altes Schauspielhaus)
STUTTGART, STAATSTHEATER Kasse: 0711/20 32 220 10. Shakespeare, Hamlet R. Volker Lösch 16. Schwab, Übergewicht, Unwichtig: Unform R. Stephan Rottkamp
STUTTGART, THEATER DER ALTSTADT Kasse: 0711/61 55 34 60 22. Schenkel, Tannöd R. Utha Mahler
TÜBINGEN, ZIMMERTHEATER Tel.: 07071/92 730 17. Schmidt, Dörfer (U) R. Robert Arnold 18. Lumpenbrüder, Die Kardinaltugend: Hoffnung (U) R. Laurent Gröflin
WIEN, BURGTHEATER Zentrale Kasse: 0043/1/514 44 7810 3. Bernhard, Der Schein trügt R. Nicolas Brieger 25. Liebmann, Explodiert (U) R. Cornelia Rainer
WIEN, SCHAUSPIELHAUS Kasse: 0043/1/317 06 16 23. Sorokin, Der Tag des Opritschniks (U) R. Kai Ohrem
WIEN, THEATER IN DER JOSEFSTADT Kasse: 0043/1/427 00 300 15. Barylli, Butterbrot R. Gabriel Barylli 29. Turrini nach Goldoni, Die Wirtin R. Janusz Kica
WIEN, VOLKSTHEATER Kasse: 0043/1/521 11 400 21. Tschechow, Der Heiratsantrag/ Der Bär R. Silvia Armbruster
WIESBADEN, STAATSTHEATER Kasse: 0611/132 325 10. Schiller, Die Räuber R. Ricarda Beilharz
WÜRZBURG, MAINFRANKEN THEATER Kasse: 09 31/390 81 24 24. Swobodnik/Gasujewa, Paradis ohne e (U) R. Hannes Hametner
WUPPERTAL, WUPPERTALER BÜHNEN Kasse: 0202/569 44 44 24. Shakespeare, Was ihr wollt R. Holger Schultze
ZÜRICH, SCHAUSPIELHAUS Kasse: 0041/44/258 77 77 16. Zimmermann & de Perrot, Öper Öpis R. Zimmermann & de Perrot 17. Bernhard, Immanuel Kant R. Matthias Hartmann
ZÜRICH, THEATER NEUMARKT Kasse: 0041/44/267 64 64 29. Krneta, Aktion Duback (U) R. Rafael Sanchez
ZÜRICH, THEATER WINKELWIESE Kasse: 00 41/44/261 21 79 24.Mayenburg, Der Hund, die Nacht und das Messer R. Stephan Roppel
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