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Das Stück
Das Stück 06/07 Der kleine Vampir

No belief, no history: So beschreibt Englands lebender Klassiker Mark Ravenhill das politische Klima der Zeit. Ein Gespräch über Kunst, Krankheit und natürlich sein neues Stück «pool (no water)»

Patricia Benecke«pool (no water)» kam gerade in Zürich zur deutschsprachigen Erstaufführung. Uraufgeführt wurde es aber von der britischen Theatertruppe Frantic Assembly. Wie kam es zu dem Stück? Mark Ravenhill Es war eine Auftragsarbeit für Frantic Assembly. Wir haben uns über die Jahre kennengelernt und fingen irgendwann an über ein gemeinsames Projekt zu sprechen und worum es in dem Stück gehen könne. Frantic, die sehr bewegungs- und tanzorientiert arbeiten, zeigten mir einen Bildband der Fotografin Nan Goldin, deren Bilder sie schon oft bei der Arbeit inspiriert haben. Mir fiel besonders eine Bilderserie ins Auge, in der sie ihre eigene Genesung dokumentierte, nachdem sie in einen Pool ohne Wasser gefallen war. Das war der Ausgangspunkt, von dem aus ich anfing zu schreiben. Das Stück hat in Zusammenarbeit mit Frantic Assembly zu seiner endgültigen Form gefunden: Wir testeten die erste Fassung eine Woche lang mit Schauspielern in einem Workshop im National Theatre Studio, worauf ich den Text nochmal überarbeitete, und auch in den Proben habe ich viel um- und neugeschrieben. Ich wollte sehen, was ich von einer Gruppe, die stärker als jede andere in England mit Bewegung und dem Schauspielerkörper spielt, lernen kann.
Benecke Wie hat sich das auf den Text ausgewirkt?
Ravenhill Er ist, glaube ich, literarischer geworden als sonst bei mir – ich wollte der körperlichen Intensität, mit der die Schauspieler agieren würden, eine verbale Intensität entgegensetzen, um eine Balance zwischen beidem zu schaffen. Also die Schauspieler sprachlich ebenso fordern, wie die Regie es körperlich tun würde.
Moralischer Bilder-Druck Benecke Gibt es ein besonderes Interesse an der Kunstszene, die in «pool« ja nicht allzu gut wegkommt? Ravenhill Weniger an der Kunstszene an sich. Aber die Tatsache, dass es um ein Künstlerkollektiv geht, heißt, dass die Figuren sich Gedanken machen zum Thema Empathie und Distanz – und das hat mich sehr interessiert. Sie fragen sich, ob sie als Künstler mehr als andere Leute mitfühlen müssten, macht es sie vielleicht sogar zu besseren Künstlern? Oder erreichen sie letzteres gerade durch besondere Distanz und Objektivität? Eine ähnliche Frage stellen wir uns in anderem Kontext hoffentlich alle: Wir gewöhnen uns mehr und mehr an Bilder von entsetzlichem Leiden, die heutzutage rund um die Uhr abrufbar sind, und man fühlt sich ständig unter Druck, auch entsprechend mehr mitzufühlen, der Eskalation der Bilder gefühlsmäßig zu folgen. Wir haben Schuldgefühle, weil man das nicht leisten kann. Ich hatte kein Interesse an einer tiefgründigen Debatte über die Rolle der Kunst, vor allem der modernen Kunst, deren Exponenten zumindest in England zur Zeit ziemlich öde sind. Ich bin ein großer Fan der Chapman-Brüder, aber vieles von Tracey Emin und Damien Hirst finde ich beschissen.
Benecke Trotzdem sind die Figuren des Stücks ein Künstlerkollektiv.
Ravenhill Im Stück geht es auf einer inneren Ebene um Freundschaft und Eifersucht und darum, wie sehr man Freundschaft über Großzügigkeit definiert – oder darüber, dass man anderen Menschen Grenzen setzt: «Wir sind Freunde, deswegen erwarte ich, dass du dich so und so verhältst.» Und auf der tiefsten Ebene geht es für mich um eben jene Empathie und Entfremdung. Andere Leute sehen das vielleicht anders, und während ich schreibe, ist mir sowas nie klar, aber wenn ich im Nachhinein auf den Text schaue, würde ich sagen, darum ging es mir beim Schreiben.
Benecke Es ist nun mehr als zehn Jahre her, dass «Shoppen und Ficken» 1996 in England und 1998 in Deutschland einschlug. Was hat sich seitdem geändert am politischen Inselklima?
Ravenhill Ich glaube, es war kein Zufall, dass sich eine neue kreative Generation Gehör verschaffte, als die konservative Regierung nach 17 Jahren in den letzten Zügen lag und man ahnte, dass Labour an die Macht kommen würde. Keiner rechnete damit, dass unter Labour alles rosig würde, aber es lag Hoffnung in der Luft.
Von der Kapitalismus-Kritik in die Schwerelosigkeit
Benecke Gab es denn in den letzten zehn Jahren Veränderungen in England unter Labour, die Ihr Schreiben beeinflusst haben?
Ravenhill Als ich «Shoppen und Ficken» schrieb, war die größte Angst, die umging, die vor der absoluten Brutalität des entfesselten Kapitalismus. Dass Leute gnadenlos über Leichen gehen, um den anderen voraus zu sein auf dem Markt. Das ist zwar unverändert der Fall, aber wir leben nun irgendwie damit. Heute scheinen uns andere Dinge zu bewegen: der Verlust von Sinn, Identität, Richtung, Werten in einem waberigen, völlig post-ideologischen Zeitalter. Man meint, schwerelos und bedeutungslos in einem Vakuum zu paddeln, ein «no belief, no history»-Gefühl – das, im positiven Sinne, einem buddhistischen Glückszustand nahekommt (lacht). Aber das ist es wohl nicht ganz. Man kann sich ja nicht mal mehr aufraffen zu wählen. Das heißt, selbst der Glaube an die Demokratie schwindet. Vor zehn Jahren hat man zumindest daran noch geglaubt. Heute hört man «Demokratie funktioniert ja nicht wirklich». Sehr merkwürdig.
Benecke Wie geht man damit als Dramatiker um?
Ravenhill Ich weiß eigentlich gar nicht, wie ich darüber schreiben soll. All die Dinge, die wir traditionell als dramatisch empfinden, scheinen in der Welt, in der wir zur Zeit leben, auf merkwürdige Weise nicht mehr vorzukommen. Aber «The Cut» («Der Schnitt», Uraufführung 2006 am Londoner Donmar Warehouse Theatre, s. TH 5/06) reflektiert auf jeden Fall das Gefühl, dass man zwar Regime- und Machtwechsel erzwingen kann, aber sich trotzdem alles wiederholt. Das Stück spielt auch auf totalitäre Regierungen an – Osteuropa, Südafrikas Apartheidszeit, Diktaturen in Südamerika. Aber ich weiß von Studenten, die all diese Dinge kaum mitbekommen haben und auf die Frage, worum es in dem Stück ginge, alle ohne zu zögern sagten: «Ist doch klar, um Tony Blair.» Sie sahen in «The Cut» die Geschichte von New Labour, die die Macht nach Thatcher übernehmen und sehr viele Fehler der alten Regierung wiederholen. Insofern ist es vielleicht durchaus ein Zeitstück.
Benecke Wie geht man denn damit um, ein moderner Klassiker zu sein?
Ravenhill(lacht) Ab und zu denkt man schon mal drüber nach. Aber wenn’s drauf ankommt, nämlich wenn man den Computer anwirft, egal ob man ein unbekannter Autor oder ein bekannter lebender – oder manchmal auch nur halb lebender (lacht) – ist, es bleibt doch immer gleich schwer, die nächste Szene zu schreiben. Wenn man schon Erfolge hatte, besteht die Gefahr, in einen Dialog mit seinen früheren Stücken zu treten. Mancher Autor betreibt diese Art von Intertextualität, aber mich hat sie nie interessiert. Für mich ist jedes neue Stück frisch und aufregend und anstrengend.
London ist teuer!
Benecke Ist der Erwartungsdruck höher?
Ravenhill Man geht durch Phasen, in denen einem sehr bewusst ist, dass es gewisse Erwartungen gibt, aber wenn ich versuche, mit diesen Erwartungen im Kopf zu schreiben, komme ich entweder über die erste Seite nicht hinaus, oder es ist totaler Krampf. Dann muss ich’s einfach liegen lassen, bis ich alles ausgeblendet habe außer mir selbst und dem Schreiben. Zuerst mal muss man für sich selbst schreiben. Wenn es allerdings zu einem Job wird, man sich an strenge Deadlines halten muss, dann kann man sich genau so gut bei Film oder Fernsehen reichschreiben. Ich habe bis jetzt nur ein wenig für’s Radio geschrieben, aber da kriegt man noch weniger Geld als für die Bühne (lacht). Ich mag einfach das Medium Theater, ich habe immer Ideen für Stücke, also bleib ich dabei und knapse lieber mit dem Geld. Das Leben in London ist teuer! Weil die Auftragsgelder lächerlich gering sind und man davon nicht leben kann, schreibe ich seit 2005 auch eine Kolumne für den «Guardian». Das ist, egal was sonst passiert, zumindest ein regelmäßiges Einkommen.
Benecke In Ihrem Stück «Product» (s. TH 8-9/06) haben Sie als Protagonist selbst gespielt – inzwischen rund 100 Vorstellungen. Wie kam es zu diesem Debüt als professioneller Schauspieler?
Ravenhill Ich stelle mich gerne neuen Herausforderungen und probiere neue Arbeitsformen aus – mit einer «physical theatre company» arbeiten, eine traditionelle britische Weihnachtspantomime voll billiger Gags schreiben (im letzten Jahr das Weihnachtsstück «Dick Whittington» für das Barbican Theatre), für Jugendliche schreiben. Jeder neue Stimulus hilft einem, sich künstlerisch zu entwickeln. Dieses Projekt ergab sich also aus der Idee, dass ich bewusst ein Stück schreiben wollte, das ich selber spielen würde. Ich dachte, ich kann als Autor etwas lernen, wenn ich als Schauspieler meinen eigenen Text spreche – und dass vielleicht auch die Zuschauer ein anderes Theatererlebnis haben, wenn sie wissen, der Typ, der da spielt, hat den Text auch geschrieben.
Benecke Und was war der Lerneffekt?
Ravenhill Ich bin sicher, dass es einen unbewussten Einfluss auf mein Schreiben haben wird. Es ist einfach gut, sich mal wieder klarzumachen, wie das so ist – in der Garderobe zu sitzen und zu hören, wie das Publikum sich setzt, sein Licht zu finden … das habe ich zuletzt vor fast 20 Jahren an der Uni erlebt. Als Schauspieler habe ich im Laufe der «Product»-Aufführungen gelernt, dass weniger mehr ist, dass ich dem Publikum Raum lasse, zu mir zu kommen, statt dass ich ihnen auf dem Schoß sitze … war alles sehr interessant und hat viel Spaß gemacht, aber ich denke jetzt nicht: «Schluss mit dem Schreiben, ich muss Schauspieler werden.» Es war ein in sich geschlossenes Experiment. Ich werde also nicht demnächst als Faust auf der Bühne stehen (lacht).
Aus der Intensivstation zur Premiere
Benecke Sie kommen gerade aus dem Krankenhaus. Wie geht es der Gesundheit? Und wie lebt man mit Aids?
Ravenhill Witzigerweise waren die letzten Wochen meines Lebens ein bisschen wie «pool». Einige meiner Freunde haben gesagt, «wird es nicht merkwürdig für dich, zur Zürcher Premiere zu fahren, wenn du selber erst vor vier Wochen auf der Intensivstation lagst? – Wir schwören aber, wir haben keine Fotos von dir gemacht» (lacht). Irgendwie ist eine Spannung zwischen Leben und Schreiben unvermeidbar, dass man sich vorstellt, was im eigenen Leben passieren könnte und zurückblickt auf das, was man tatsächlich erlebt hat, und das in die Stücke hineinspielt. Aber keins meiner Theaterstücke ist direkt autobiografisch. Andererseits ist es Teil des Autorendaseins, Elemente des eigenen Lebens oder das von Freunden durch den literarischen Fleischwolf zu drehen – ein Dramatiker ist immer auch ein bisschen Vampir. Die letzten zehn Jahre bin ich unzählige Male ins Krankenhaus eingeliefert worden, drei Mal, so sagte man mir, war ich kurz davor zu sterben. Das wird aber einfach normaler Teil des Lebens. Es hat auf jeden Fall meine Entscheidung beeinflusst, zu schreiben. Ich wusste, ich will im Theater arbeiten, hatte aber eigentlich mehr Interesse an Regie. Doch als Autor hat man viel größere Freiheit zu entscheiden, wie man sich die Zeit einteilt. Wenn man morgens aufwacht und es geht einem schlecht, kann man im Bett bleiben. Als Regisseur muss man trotzdem aufstehen und auf die Probe. Daher meine Karriere-Entscheidung zum Dramatiker. Mein Leben ist, wie es ist, im Guten wie im Schlechten, aber man kann durchaus sagen, dass sich auch viele gute Dinge aus der Krankheit ergeben haben. Ich weiß, das klingt kitschig kalifornisch (lacht).
Benecke Nochmal zurück zu «pool». Gab es da eine neue Erfahrung?
Ravenhill Es war das erste Mal, dass ich ein Stück ohne Figurennamen geschrieben habe und im kollektiven «wir» geblieben bin. Wenn man sich selbst einen Teil seines bekannten Baukastens verwehrt, findet man heraus, worauf man als Autor wirklich nicht verzichten kann. Ich habe herausgefunden, dass ich gut ohne Figurennamen und individuelle Figurenpsychologie leben kann, aber auf eins kann ich nicht verzichten: eine Geschichte zu erzählen. In diesem Stück war es mir sogar wichtiger denn je.
Benecke Haben Sie jemals versucht, darauf zu verzichten?
Ravenhill Ja, ich habe Versuche unternommen zu schreiben, ohne herauszufinden, was wozu geführt hat, und warum es dazu geführt hat, warum dies das nächste Ereignis ausgelöst hat – wenn ich so arbeite, kommen bei mir aber einfach nur unsäglich schlechte Teenie-Texte raus (lacht). Ich bin offensichtlich ein Geschichtenerzähler.
Benecke Wie geht das vonstatten?
Ravenhill Es gibt keinen allzu klar strukturierten Prozess bei mir, ich sitze einfach viel rum und denke drüber nach, sehe fern, manchmal lese ich auch zur Recherche, mache mir aber kaum Notizen. Dann versuche ich, den Ton des Stücks zu finden. Das ist absolut essenziell und dauert am längsten. Normalerweise schreibe ich zehn bis zwanzig verschiedene Stückanfänge! Aber sobald ich «die richtige erste Seite» geschrieben habe, kann ich das Stück «hören», und der Rest schreibt sich dann relativ unproblematisch und schnell. Ich gehe zwar noch ein paar mal drüber und verändere den Text, aber die Hauptarbeit liegt hinter mir. Ich liefere nur dann richtig schlechte Stücke ab, wenn ich den Ton noch nicht gefunden habe, aber wegen einer Deadline trotzdem schreiben muss. Dann ist es sehr anstrengend und wird auch nicht gut. Es lohnt sich also, sich so viel Zeit zu geben, wie es eben braucht, um mich auf die Wellenlänge des Stücks einzuschwingen, die nach meinem persönlichen Empfinden stimmt. Das passiert alles instinktiv – aber ich weiß immer hundertprozentig, wenn ich sie gefunden habe.
Foyer

Dreimal ist Bremer Recht! Ein Rückblick
Klaus Pierwoß tritt ab – nach 13 Jahren an der Spitze des Bremer Theaters und zahllosen kulturpolitischen Auseinandersetzungen. Ein opulenter, fast 600 Seiten starker Band dokumentiert sein streitbares Theater. In einem Beitrag darin beschreibt Pierwoß die lange Reihe der Etatkürzungen und politischen Übergriffe. Im Folgenden eine Passage vom Beginn der letzten Vertragsverlängerung 2003.

Am 20. Mai 2003 unterschrieb ich einen Vertrag, der eine detaillierte Regelung des Theater-Etats von 2004 bis 2007 enthielt. Am 10. Dezember 2003 teilte mir der neue Kultursenator Hartmut Perschau telefonisch mit, dass dieser Vertrag nicht mehr gilt – ein halbes Jahr nach Unterschrift, ein halbes Jahr vor Wirksamwerden. Die Vertragsformel Unter Haushaltsvorbehalt ist der legitimatorische Hebel für den Vertragsbruch, den ich seit 1994 mit verschiedenen Senatoren zum wiederholten Mal erlebte. In der Freien Hansestadt Bremen, die sich selber viel zugute hält auf ihre entwickelten demokratischen Gepflogenheiten und hanseatischen Traditionen im Umgang miteinander, sind die Verträge das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben wurden. Ich erfahre die reale Umkehr des Satzes dreimal ist Bremer Recht. Als fünfter Kultursenator, den ich seit 1994 in Bremen erlebte, verlängerte Hartmut Perschau die personelle Diskontinuität in diesem Amt. Konzepte und Entwicklungsprozesse können bei einem derart häufigen Ämterwechsel nicht aufkommen, zumal Perschau die Kultur als Appendix-Ressort mit sekundärer Bedeutung übernommen hatte, was schon die Funktionsbezeichnungen seines Briefkopfes deutlich machte: Senator für Wirtschaft und Häfen, neue Zeile: Senator für Kultur. Von der größten Kulturinstitution seines neuen Ressorts hatte Herr Perschau keinen exemplarischen Aufführungseindruck: Er kannte nicht, was er kürzte. Erst gegen Ende seiner Amtszeit verirrte Perschau sich ein einziges Mal in unser Theater und sah eine Schauspielaufführung, von den übrigen Sparten hatte er keine Vorstellung gesehen. Die letzten vier, für Kultur zuständigen Senatoren, haben das Theater regelrecht boykottiert; sie brachten es zusammen auf nicht mehr als sechs Theaterbesuche – eine beschämende Bilanz. Insgesamt habe ich in dreizehn Spielzeiten acht verschiedenen Kultursenatoren erlebt: Helga Trüpel, Bringfriede Kahrs, Bernd Schulte, Kuno Böse, Hartmut Perschau, Thomas Röwekamp, Peter Gloystein, Jörg Kastendiek.

Die jüngere Geschichte des Bremer Theaters ist eine Geschichte von Etat-Kürzungen. Der Etat hat sich seit 1995 geringer entwickelt als die Lebenshaltungskosten in dieser Zeitspanne. In der Ranking-Liste der Theaterzuweisungen steht Bremen als zehntgrößte Stadt in der Spielzeit 2002/03 an 22. Stelle. Gleichwohl gilt das Bremer Theater bundesweit als Modell dafür, wie mit relativ wenig Mitteln produktives Theater gemacht wird. Und dennoch wird immer wieder gegen diese Erfolgsgeschichte die ausgeleierte Schallplatte von den Strukturreformen, Synergieeffekten, Effizienzsteigerungen, Kräftebündelungen aufgelegt, die nichts anderes bedeuten als die Camouflage der jeweiligen Mittelkürzung. Die bis auf wenige Phasen konzeptionslose Bremer Kulturpolitik der letzten zehn Jahre bedient sich der euphemistischen Sprache der Kulturmanager, in der das Negative immer noch ins Positive gewendet wird: So werden angekündigte Zuwendungsstreichungen (Ernst-Waldau-Theater, Schnürschuh Theater) noch als Stärkung der Kulturlandschaft ausgegeben. Es ist zu befürchten, dass diese Vorgänge die Hemmschwelle für kommende Kürzungen und Schließungen erheblich absenken und die Talfahrt künftig noch rasanter erfolgt.

Zwischen Alltagspolitik und Gipfelerwartung

Bremen wollte 2010 Kulturhauptstadt werden und hat für die Bewerbung mit dem Schweizer Expo-Macher Martin Heller einen Intendanten samt Team bestellt – eine kulturpolitische Setzung, die von der gesamten Kulturszene begrüßt wurde. Bloß: Die Kulturszene wurde aufgespalten in Institutionen, die für die Bewerbung wichtig sind; und solche, die es nicht sind; und die der zweiten Kategorie angehörenden Institutionen wurden mit einer linearen Kürzung der Zuwendungen von einem Prozent bestraft. Der vom Kulturhauptstadtbewerbungsintendanten Martin Heller eingestandenermaßen fragmentarische Blick auf die Bremer Kulturszene in seiner Schrift baustelle bewerbung wurde von Kultursenator Hartmut Perschau mangels eigener kulturpolitischer Konzepte zum Kriterienkatalog für seine Kürzungspolitik instrumentalisiert. Das Bremer Theater hatte mit dem Kulturhauptstadtbewerbungsteam ein ganzes Bündel von Kooperationen vereinbart. Und trotz dieser insgesamt elf Projekte galten wir aus der Sicht des Kultursenators im Sinne der Bewerbung als unwichtig und wurden mit einer daraus resultierenden einprozentigen Zuwendungs-Kürzung gestraft. Diese Kürzung machte in den beiden Jahren des Doppelhaushaltes 2004/2005 das Doppelte unseres Etats für das gesamte Kinder- und Jugendtheater aus. So wenig kann in unserer Situation so viel sein. Und diese einprozentige Kürzung wurde noch fortgesetzt, als die Kulturhauptstadtbewerbung schon längst gescheitert war.

Die Kulturhauptstadtbewerbung löste zwar in der Kulturszene vorübergehend Euphorie aus, davon war aber nicht die gesamte Stadt erfasst. Wenigstens partiell haben wir die Verbreitung im öffentlichen Bewusstsein durch die Überbringung der Kulturhauptstadtbewerbung nach Berlin mit der Fahrt der Kogge zu leisten versucht. Die von mir inszenierte Fahrt war spektakulär über Bremen hinaus und hat auch in Berlin, nicht zuletzt durch den Liegeaufenthalt am Dom, der Aktion große Aufmerksamkeit gesichert. Das Scheitern jedoch hat auch die ungewöhnliche Überbringungsfahrt nicht verhindern können. Als Gründe dafür wurden von der Jury angegeben: 1. Das Bewerbungskonzept habe eine gute, aber viel zu abstrakte Qualität; 2. Bremen habe von allen Bewerberstädten die geringste Pro-Kopf-Ausgabe für Kultur. Vor allem der zweite Grund wurde in Bremen nachhaltig verdrängt, und in der Folgezeit gab es weitere Kürzungen im Kulturetat. Die Situation der Euphorie schlug in Depression um.

Ein Tiefpunkt der besonderen Art, der der Hansestadt bundesweit negative Schlagzeilen einbrachte, war eine Fehlleistung des Kultursenators Peter Gloystein, der bei der Eröffnung eines Weinfestes einen Obdachlosen mit Sekt übergoss und in der Folge zurücktreten musste.

Wer in Bremen Intendant ist, muss dort essen gehen, wo Nervennahrung das Hauptgericht ist. Seit 1968 habe ich das politische Agieren gelernt und aus immer neuen Erfahrungen die aktuellen notwendigen Dramaturgien entwickelt. Die Boxhandschuhe in meinem Intendantenzimmer waren nicht nur eine Hommage an Muhammed Ali, sondern auch mein Talisman für den kulturpolitischen Alltag. Diese Boxhandschuhe bekamen einen öffentlichen Symbolwert, als das Focke-Museum sie zum Titelmotiv der Ausstellung Meine Sache. Bremens Gegenwart machte. Ich habe die von Kürzungswut angetriebenen, schier endlosen Attacken nur deshalb jahrelang durchstehen können, weil ich die mir zusätzlich aufgedrängte kulturpolitische Rolle offensiv und lustvoll angenommen habe und keinem argumentativen Faust-Kampf in der Öffentlichkeit ausgewichen bin. Beim öffentlichen Argumentieren herrscht trotz klarer Machtverhältnisse am ehesten Waffengleichheit. Und trotzdem ist es auf Dauer kein gedeihlicher Zustand, wenn Theaterträger und Theaterleiter gegeneinander kämpfen. von

Klaus Pierwoss
Premieren

Aalen, Theater der Stadt
Tel.: 073 61/379 30
15. Otto nach Wedekind, Frühlings Erwachen
R. Ingmar Otto
Altenburg/Gera, Theater & Philharmonie
Kasse Altenburg: 034 47/58 51 61
Kasse Gera: 03 65/773 63 43
10. Karmakar/Farin, Der Totmacher
R. Friedhelm Eberle (in Altenburg)
15. Holzwarth, Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat
R. Sabine Oeft (in Altenburg)
Baden-Baden, Theater
Tel.: 072 21/93 27 00
16. de Bont, Das besondere Leben der Hilletje Jans
R. Maria-Elena Hackbarth
22. Corneille, Der Lügner
R. Alexander Varesco
29. Brant, Das Narrenschiff
R. Philippe Besson
Berlin, Deutsches Theater
Kasse: 030/28 44 12 25
2. Beckett, Endspiel
R. Jan Bosse
Berlin, Maxim Gorki Theater
Kasse: 030/20 22 11 15
6. Berg, Hund Frau Mann/Ende gut
R. Amina Gusner
Berlin, Schaubühne
Tel.: 030/89 00 23
30. Die Zwiefachen/Jugendtheaterprojekt, Nichts hält mich davon ab (U)
R. Uta Plate
Berlin, Theater am Kurfürstendamm
Kasse: 030/88 59 11 44
17. Cooney, Außer Kontrolle
R. Martin Woelffer
Berlin, Theater an der Parkaue
Kasse 030/55 77 52 52
20. Charms, Die Reise nach Brasilien
R. Franziska Ritter
Berlin, Tribüne
Kasse: 030/341 26 00
14. Strindberg, Fräulein Julie
R. Anna Langhoff
Berlin, Volksbühne
Kasse: 030/247 67 72
6. Palminger, Babylon must fall (U)
R. Jacques Palminger
7. Céline, Norden (U)
R. Frank Castorf
Bonn, Theater
Tel.: 02 28/77 80 33
1. Goldoni, Krach in Chiozza
R. David Mouchtar-Samorai
Braunschweig, Staatstheater
Kasse: 05 31/123 45 67
1. Suter, Über den Dingen
R. Katarina Kokstein
2. Portmann nach Veteranyi, Warum das Kind in der Polenta kocht
R. Mario Portmann
9. Srbljanovi´c, Heuschrecken
R. Sandrine Hutinet
Bremen, Bremer Theater
Kasse: 04 21/365 33 33
9. Dietrich, Infini (U)
R. Thomas Eitler
Bruchsal, Landesbühne
Tel.: 072 51/727 23
13. Shakespeare, Was ihr wollt
R. Carsten Ramm
Celle, Schlosstheater
Kasse: 051 41/905 08 75/76
1. Sinclair/McCarten, Ladies Night
R. Thomas Blubacher
8. Barylli, Honigmond
R. Lars Wernecke
Chemnitz, Städtische Theater
Kasse: 03 71/696 96 96
16. Call, Eine verteufelte Familie – Folge 7359: Angriff der Venus – Uschi (U)
R. Daniel Call
Coburg, Landestheater
Kasse: 095 61/927 42
2. Achternbusch, Der Weltmeister
R. Gunther Möllmann
29. Molière, Der eingebildete Kranke
R. Michael Wedekind
Cottbus, Staatstheater
Kasse: 03 55/782 41 70
22. Mankell, Antilopen
R. Christoph Schroth
23. Laufs/Jacoby, Pension Schöller
R. Peter Schroth
Darmstadt, Staatstheater
Kasse: 061 51/281 16 00
15. Ibsen, Nora oder Ein Puppenheim
R. Hermann Schein
Dessau, Anhaltisches Theater
Kasse: 03 40/251 13 33
15. Goldoni, Der Diener zweier Herren
R. Herbert Olschok
Dinkelsbühl, Städtetheater
Kasse: 098 51/902 40
12. Theobalt nach Guareschi, Don Camillo und Peppone
R. Peter Cahn
19. Zuckmayer, Der Hauptmann von Köpenick
R. Luisa Brandsdörfer
Dinslaken, Burghofbühne
Kasse: 020 64/662 22
1. Spyri, Heidi
R. Stefan Ey
Dresden, Staatsschauspiel
Kasse: 03 51/491 35 55
2. Hauptmann, Vor Sonnenaufgang
R. Paolo Magelli
16. Hesse/Lux, Der Steppenwolf
R. Matthias Gehrt
Dresden, Theater Junge Generation
Kasse: 03 51/429 12 39
29. Dumas, Die drei Musketiere
R. Volker Metzler
Düsseldorf, Schauspielhaus
Kasse: 02 11/36 99 11
2. Kleist, Amphitryon
R. Karin Henkel
Eggenfelden, Theater an der Rott
Kasse: 087 21/81 81
12. Zuckmayer, Der Hauptmann von Köpenick
R. Peter Nüesch
Eisleben, Landesbühne
Kasse: 034 75/60 20 70
23. Bülow, Loriots dramatische Werke
R. Martina Bode
Esslingen, Landesbühne
Kasse: 07 11/35 12 30 44
14. Shakespeare, Romeo und Julia
R. Manuel Soubeyrand
Freiberg/Döbeln, Mittelsächsisches Theater
Kasse: Freiberg: 037 31/35 82 34
Kasse Döbeln: 034 31/71 52 65
15. Tuckermann, Palmström, Korf und Kunkel (U)
R. Klaus-Peter Fischer
23. Thomas, Charleys Tante
R. Renat Safiullin
Freiburg, Theater
Kasse: 07 61/201 28 53
19. Mamouchi Berlin-Projekt, Risikoathleten
R. Isabel Dorn
19. Mediapool-Projekt, The Abduction of Sita
R. Joachim Schloemer

Gießen, Stadttheater
Kasse: 06 41/79 57 60
16. Eno, Tom Pein
R. Andreas Bauer

Göttingen, Junges Theater
Kasse: 05 51/49 50 15
28. Shakespeare, Ein Sommernachtstraum
R. Agnes Giese
Greifswald/Stralsund, Theater Vorpommern
Kasse Greifswald: 038 34/572 22 24
Kasse Stralsund: 038 31/29 54 91
24. Collodi, Pinocchio
R. Matthias Nagatis
Halberstadt/Quedlingburg, Städtebundtheater
Tel. Halberstadt: 039 41/69 65 65
Tel. Quedlinburg: 039 46/96 22 22
17. Hauff, Kalif Storch
R. Rosmarie Vogtenhuber
Hamburg, Deutsches Schauspielhaus
Kasse: 040/24 87 13
1. Birkmeir nach Musil, Törless
R. Kristo Sagor
3. Bukowski, Bowling Alone (U)
R. Markus Heinzelmann
Hamburg, Thalia Theater
Kasse: 040/32 81 44 44
2. Handke, Untertagblues
R. Alize Zandwijk
6. Abt, Stadtnotizen 5: Goodbye Schnelsen!
R. Frank Abt
Hannover, Staatstheater
Kasse: 05 11/99 99 11 11
15. Stephens, Pornographie (U)
R. Sebastian Nübling
28. Reza, Der Gott des Gemetzels
R. Barbara Bürk
Heidelberg, Theater der Stadt
Kasse: 062 21/58 35 20
2. Brecht, Der kaukasische Kreidekreis
R. Bernarda Horres
30. Twain, Tom Sawyer
R. Rogier Hardeman
Heilbronn, Theater
Kasse: 071 31/56 30 01
23. Benet i Jornet, Slips
R. Felix Schmidt
Hof, Theater
Kasse: 092 81/707 02 90
12. Schneider, Dreck
R. Claudia Wagner
Ingolstadt, Theater
Kasse: 08 41/981 32 00
22. Ragni/Rado/McDermott, Hair
R. Peter Rein

Innsbruck, Landestheater
Kasse: 00 43/512/52 07 44
3. Gems, Piaf
R. Klaus Rohrmoser
Karlsruhe, Staatstheater
Kasse: 07 21/93 33 33
22. Lollike, Das Wunderwerk oder The RE-Mohammed-TY Show (DE)
R. Esther Hattenbach
23. Kaptein, Die Geschichte von St. Magda
R. Claudia Brier
24. Melle, Licht frei Haus
R. Christian Hockenbrink
24. Lyrge, Mama und ich und Männer (DE)
R. Thomas Krupa
24. Pascal, Mitten durch Jerusalem (DE)
R. Donald Berkenhoff
24. Shanley, Zweifel (DE)
R. Boris von Poser
Kassel, Staatstheater
Tel.: 05 61/109 42 22
1. Haratischwili, Le petit maître (U)
R. Jette Steckel
2. Strauß, Schändung
R. Martin Schulze
Kiel, Schauspiel
Kasse: 04 31/90 19 01
10. Beckett, Glückliche Tage
R. Diana Simeoni
16. Stephens, Am Strand der weiten Welt
R. Ulrike Maack
Klagenfurt, Stadttheater
Tel.: 00 43/463/540 64
6. Turrini, Mein Nestroy
R. Herbert Föttinger

Köln, Schauspiel
Kasse: 02 21/22 12 84 00
3. Storm, Der Schimmelreiter
R. Armin Petras
Konstanz, Stadttheater
Kasse: 075 31/90 01 50
9. Müller, Bikini
R. Sarah Fuhrmann
15. Shakespeare, Was ihr wollt
R. Horst Hawemann

Krefeld/Mönchengladbach, Vereinigte Bühnen
Tel.: 021 51/80 51 25
1. van de Berg, Blowing (DE)
R. Jens Pesel (in Mönchengladbach)
Leipzig, Schauspiel
Kasse: 03 41/126 81 68
6. Holliger, Explodierende Pottwale
R. Wulf Twiehaus
30. Jonson, Volpone
R. Marc Lunghuß
Magdeburg, Theater
Kasse: 03 91/540 64 44
15. Magnier, Oscar
R. Peter Kube
22. Langhoff/Richter, Kinder zur Sonne
R. Lukas Langhoff/Katrin Richter
Mainz, Staatstheater
Kasse: 061 31/285 12 22
13. Schnitzler, Reigen
R. André Rößler
Mannheim, Nationaltheater
Tel.: 06 21/168 01 50
9. Ensemble-Projekt, Kandidaten (U)
R. Florian Frenzel
15. Ostermaier, Schwarze Minuten (U)
R. Burkhard C. Kosminski
Massbach, Fränkisches Theater
Kasse: 097 35/235
22. Laufs/Jacoby, Pension Schöller
R. Rolf Heiermann
Memmingen, Landestheater
Kasse: 08 31/94 59 16
1. Cocteau, Die menschliche Stimme
R. Peter Kesten
3. Margulies, Freunde zum Essen
R. Hans Thoenies
München, Bayerisches Staatsschauspiel
Kasse: 089/21 85 19 40
21. Büchner, Woyzeck
R. Martin Kusej
München, Kammerspiele
Kasse: 089/23 39 66 00
2. Eschenbach/Wagner u.a., Parzival (U)
R. Christiane Pohle
6. Fassbinder, Die Ehe der Maria Braun
R. Thomas Ostermeier
München, Metropol Theater
Kasse: 089/32 19 55 33
7. Galceran, Die Grönholm-Methode
R. Cordula Jung
München, Schauburg
Kasse: 089/23 33 71 71
8. Ronstedt, Südseekeller (U)
R. Jule Ronstedt
Neubrandenburg/Neustrelitz, Landestheater
Kasse Neubrandenburg: 039 81/20 64 00
Kasse Neustrelitz: 03 95/569 98 32
16. Lindgren, Ronja Räubertochter
R. Ralf-Peter Schulze
Nürnberg, Staatstheater
Kasse: 01 80/134 42 76
15. Gogol, Der Revisor
R. Cornelia Crombholz
Oberammergau, Passionstheater
Kasse: 088 22/92 31 58
15. Zweig, Jeremias
R. Christian Stückl
Oldenburg, Staatstheater
Kasse: 04 41/222 51 11
3. Higgins, Harold & Maude
R. Till Weinheimer
Osnabrück, Theater
Kasse: 05 41/760 00 76
1. Schrettle, Wie ein Leben zieht mein Koffer an mir vorüber (U)
R. Matthias Kaschig
8. Liedtke, Kamikaze Pictures
R. Alexander Tull
9. Hofmannsthal, Elektra
R. Ingo Berk
Pforzheim, Stadttheater
Kasse: 072 31/39 24 40
1. Gems, Piaf
R. Michael Blumenthal
9.Fo, Bezahlt wird nicht
R. Jürgen Lorenzen
Plauen/Zwickau, Theater
Kasse Plauen: 037 41/28 13 48 47
8. Goethe, Götz von Berlichingen
R. Karl-Georg Kayser (in Zwickau)
23. Hacks, Ein Gespräch im Hause Stein
R. Dieter Roth (in Plauen)
29. Verges, Ritter Runkels große Stunde
R. Stefan Wolfram (in Osterstein)
Potsdam, Hans-Otto-Theater
Kasse: 03 31/981 18
7. Zaum, Robin Hood
R. Bettina Rehm
13. Reza, Der Gott des Gemetzels
R. Bernd Mottl
Regensburg, Theater
Kasse: 0941/507 24 24
2. Rostand, Cyrano de Bergerac
R. Michael Bleiziffer
Rostock, Volkstheater
Kasse: 03 81/381 47 00
24. Reber nach Stevenson, Die Schatzinsel
R. Renat Safiullin
Rudolstadt, Landestheater
Tel.: 036 72/42 27 66
15. Dumas, Die drei Musketiere
R. Kai Festersen
Schleswig/Rendsburg/Flensburg, Landestheater
Kasse Schleswig: 046 21/96 70 35
Kasse Rendsburg: 043 31/234 47
Kasse Flensburg: 04 61/14 10 00
6. Schäffler nach Melville, Moby Dick
R. Maren Wegner (in Rendsburg)
Schwedt, Uckermärkische Bühnen
Kasse: 03 32/53 81 11
15. Shakespeare, Die Zähmung der Widerspenstigen
R. Erik Roßbander
Schwerin, Staatstheater
Tel.: 03 85/530 01 23
1. Vinterberg/Rukov, Das Fest
R. Matthias Brenner
Senftenberg, Neue Bühne
Tel.: 035 73/80 12 86
2. Kappes, Camping, Camping 2
R. Steffen Pietsch
Stendal, Theater der Altmark
Kasse: 039 31/63 57 77
8. Lewandowski, Heute weder Hamlet
R. Esther Undisz
16. Shakespeare, Hamlet
R. Ulf Goerke
Stuttgart, Altes Schauspielhaus
Kasse: 07 11/226 55 05
9. Healy nach Austen, Sinn und Sinnlichkeit
R. Karina Thayenthal
Stuttgart, Komödie im Marquardt
Tel.: 07 11/227 70 22
1. Simon, Sonny Boys
R. Andreas Geier
Stuttgart, Staatstheater
Kasse: 07 11/203 22 20
22. Brecht, Im Dickicht der Städte
R. Hasko Weber
Trier, Theater
Tel. 06 51/718 18 18
30. Sophokles, König Ödipus
R. Horst Ruprecht
Tübingen, Landestheater
Kasse: 070 71/931 31 49
8. Projekt des Theaterjugendclubs, Wilde Werte
R. Tobias Ballnus
9. Eppler, MärchenMärchen
R. Fabian Guillery
15. Projekt des Generationentheaters
Zeitsprung, Kontakt-Schleifen
R. Helga Kröplin

Wien, Burgtheater
Zentrale Kasse: 00 43/1/514 44 78 10
1. Meister, Fluchtburg (U)
R. Harald Brückner
2. Shakespeare, Der Sturm
R. Barbara Frey
Wiesbaden, Staatstheater
Kasse: 06 11/13 23 25
2. Kohlhaase, Sommer vorm Balkon
R. Thorsten Duit
21. Theaterprojekt, Wolkenkuckucksheim (U)
R. Priska Janssens
Würzburg, Mainfranken Theater
Kasse: 09 31/390 81 24
2. Gombrowicz, Yvonne, die Burgunderprinzessin
R. Boris Wagner
24. Calvino, Cosmicomics
R. Ma De Nil/Corinna Preisberg
Zürich, Schauspielhaus
Kasse: 00 41/1/258 77 77
21. Rimini Protokoll, Der Besuch der alten Dame (U)
R. Rimini Protokoll
Zürich, Theater am Neumarkt
Kasse: 00 41/1/267 64 64
29. Jelinek, Über Tiere
R. Christine Gaigg
TV-Theater
Freitag, 1.
9.50 + 11.35, Theaterkanal: Die Bertinis – Chronik einer Hamburger Familie – Fernsehfilm (1988) in fünf Teilen von Egon Monk nach Ralph Giordano, mit Hannelore Hoger, Peter Fitz, Elfriede Kuzmany,
Rosel Zech u.a.
(weitere Teile am 2. bis 5.)
11.20, Theaterkanal: Abgeschminkt:
Hannelore Hoger – beobachtet von Johanna Schickentanz
19.00, Theaterkanal: Theaterlandschaften: Theater Basel – vorgestellt von Esther Schweins. Ein Film (2007) von Niels Negendank
19.40, Theaterkanal: Zum 25. Todestag von Rainer Werner Fassbinder: Pioniere in Ingolstadt – deutscher Fernsehfilm (1971) nach Marieluise Fleißer, mit Hanna Schygulla, Harry Bär, Irm Hermann u.a.
21.05, Theaterkanal: Für mich gab’s nur noch Fassbinder – Die glücklichen
Opfer des Rainer Werner Fassbinder – ein Film (2000) von Rosa von Praunheim
(alle auch am 13., 18., 23.)

Samstag, 2.
13.35, Theaterkanal: Friedrich Schiller: Das Lied von der Glocke – vorgetragen von Jürgen Holtz. Aufzeichnung aus der Akademie der Künste, Berlin 2006 (auch am 14., 19., 24., 29.)
19.20, 3sat: FOYER – Das Theatermagazin mit Esther Schweins
20.15, 3sat: Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen –
drei Dramolette von Thomas Bernhard, mit Claus Peymann, Hermann Beil und Carmen-Maja Antoni. Regie Claus Peymann. Aufzeichnung von den Wiener Festwochen 2006
21.35, 3sat: Porträt: Claus Peymann

Sonntag, 3.
18.30, 3sat: Der Wiesenstein ist meine Burg – Der Dichter Gerhart Hauptmann in Agnetendorf – ein Film von Leonore Brandt
22.25, Theaterkanal: Bolwieser – deutscher Fernsehfilm (1977) nach Oskar Maria Graf, mit Kurt Raab, Elisabeth Trissenaar u.a., Regie Rainer Werner Fassbinder (auch am 8., 20., 25., 30.)

Montag, 4.
21.35, Theaterkanal: Zum 25. Todestag: Rainer Werner Fassbinder – Der Bühnenmensch – ein Film von Bruno Schneider (auch am 9., 21., 26.)

Dienstag, 5.
22.35, Theaterkanal: Händler der vier Jahreszeiten – deutscher Spielfilm (1972) mit Hans Hirschmüller, Irm Hermann, Hanna Schygulla und Klaus Löwitsch, Buch und Regie: Rainer Werner Fassbinder (auch am 10., 15., 27.)

Mittwoch, 6.
21.15, Theaterkanal: Peer Gynt – deutscher Theaterfilm (2006) von Uwe Janson nach Ibsen, mit Robert Stadlober, Susanne-Marie Wrage, Karoline Herfurth, Kathi Angerer, Ulrich Mühe u.a.
(auch am 11., 16., 28.)

Donnerstag, 7.
23.55, 3sat: Das letzte U-Boot – deutscher Spielfilm (1992), mit Ulrich Mühe, Ulrich Tukur, Matthias Habich, Manfred Zapatka, Udo Samel u.a., Regie Frank Beyer

Samstag, 9.
23.35, arte: Verlorenes Land – deutscher Fernsehfilm (2001), Regie Jo Baier, mit
Martina Gedeck, Monica Bleibtreu, Merab Ninidze, Nina Kunzendorf u.a.

Sonntag, 10.
10.45, 3sat: Zum 125. Geburtstag von Karl Valentin: Karl Valentin – Weltwitz und Widersinn – ein Film von Franz Xaver Karl
11.30, 3sat: Zum 125. Geburtstag von Karl Valentin: Kirschen in Nachbars Garten – deutscher Spielfilm (1935), mit Adele Sandrock, Karl Valentin, Liesl Karlstadt u.a., Regie Erich Engels
18.30, 3sat: Klaus Staeck – Der Präsident, der Künstler, der Provokateur – ein Film von Eberhard Görner

Dienstag, 12.
22.45, arte: Die kahle Sängerin – von Eugène Ionesco, Regie Jean-Luc Lagarce, mit Mireille Herbstmeyer u.a.

Donnerstag, 14.
20.40, arte: Sophie Scholl – Die letzten Tage – deutscher Spielfilm (2005), Regie Marc Rothemund, mit Julia Jentsch, Fabian Hinrichs, André Hennicke, Alexander Held, Jörg Hube u.a. (vgl. TH 3/05)

Samstag, 16.
19.20, 3sat: FOYER – das Theatermagazin mit Theo Koll

Sonntag, 17.
12.30, 3sat: Theaterlandschaften: Schauspiel Essen – vorgestellt von Esther Schweins

Sonntag, 24.
13.30, 3sat: Theaterlandschaften spezial: Dreiländereck – vorgestellt von Esther Schweins. Ein Film von Andrzej Klamt

Donnerstag, 28.
20.40, arte: Basta. Rotwein oder Totsein – deutscher Spielfilm (2004), Regie Pepe Danquart, mit Henry Hübchen, Moritz Bleibtreu, Corinna Harfouch u.a.

Freitag, 29.
0.00, arte: David Lynch – Meister des Abgründigen – französische Dokumentation (2007) von Valentine Gay und Bernard Faroux

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