THEATERheute
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Inhalt
Foyer
Eva Behrendt - Die Inszenierung des Realen
Die Dramaturgische Gesellschaft hat getagt – «Radikal sozial»

Aufführungen
Franz Wille
Museum der Gegenwartskunst
Jürgen Gosch inszeniert Roland Schimmelpfennigs «Auf der Greifswalder Straße» am Deutschen Theater Berlin, Sebastian Nübling Händl Klaus’ «Dunkel lockende Welt» in den Münchner Kammerspielen
Wolfgang Kralicek
Sammlung Schlingensief
Endlich im Burgtheater: der weitgereiste Animatograph in «Area 7»
Franz Wille
Frauenzimmerchen!
Andrea Breth verlegt an der Wiener Burg Lessings «Minna» ins Hotel Krieg
Barbara Burckhardt
Beschäftigungstherapien für ein leeres Leben
Alize Zandwijk badet am Thalia Theater Gorkis «Sommergäste»
Petra Kohse
Blitz, lass nach
Thomas Langhoffs deutsche Erstaufführung der «Schändung» von Botho Strauß am Berliner Ensemble
Jürgen Berger
Die Zwiebel vorm Auge
Uraufführungen in Frankfurt und Kassel: Martin Heckmanns
«Die Liebe zur Leere», Fritz Katers «abalon, one nite in Bangkok» und Rebekka Kricheldorfs «Rosa und Blanca»

Musiktheater

Diedrich Diederichsen - Pietismus im Hypnose-Modus
Ulrich Rasches - minimalistische Stuttgarter «Kirchenlieder»
Andreas Wilink - Ein Mann für Ackermann
Michael Hanekes - erste Opernregie: «Don Giovanni» in Paris

Porträt
Eva Behrendt - Der schnelle Weg nach Osten
Von der Berliner Schaubühne nach Budapest: Tilo Werner

Serie Positionen der Kritik
Florian Malzacher - Kein Außen. Nirgends.
Theaterkritikers Kampf um Kriterien und Distanz. Und ums Geld

Ausland Gent
Renate Klett - Die minimalistische Phase
Johan Simons' Start als Theaterdirektor am Nationaltheater Gent

Das weite Land
Bernd Noack - Die Ruhe nach dem Sturm
Das Mainfranken Theater in Würzburg erholt sich nach vielen Krisen

Chronik

Basel Clemens Sienknecht«Früher wird alles besser»
Bielefeld Anja Hilling«Sterne»
Bonn I Albert Ostermaier«Vatersprache»
Bonn II Brecht«Die Dreigroschenoper»
Essen Lutz Hübner«Ehrensache»
Heidelberg Ulrike Syha «Gewerbe»
Karlsruhe Sigrid Behrens«Fallen»
Leipzig Sergi Belbel«Wildfremde»
Nürnberg Thomas Bernhard«Heldenplatz»
Zürich Marivaux«Der Streit»

Das Stück
Händl Klaus
Dunkel lockende Welt (Stückabdruck)

Daten
Premieren im März
Hinweise

Medien/TV

Lernen von amerikanischen Serien!
Die tolle Rolle: Senta Berger
Oskar Roehlers Houellebecq-Verfilmung «Elementarteilchen»
Das Live-Hörspiel
Suchlauf
Programmhinweise

Magazin

Einar Schleef als Fotograf, eine Ausstellung
Am Zürcher Schauspielhaus streikt das technische Personal
Ennio Marcettos Papier-Pop-Theater
Zum Tod des Schauspielers Günter Lampe
Notizen

Vorschau / Impressum


Foyer
Die Inszenierung des Realen
Die Dramaturgische Gesellschaft hat getagt: «Radikal sozial»
Von Eva Behrendt

Die «Rückkehr der Bürgerlichkeit» war in den letzten Monaten der große Dauerbrenner unter den Feuilletondebatten. Bei allen Streitereien darüber, wie das angebliche Revival bürgerlicher Lebensart (Stichwort Messerbänkchen) denn nun einzuordnen sei, bei allem Gezeter darum, ob die Forderung nach mehr bürgerlichen Tugenden (Stichwort Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft) und Werten (Stichwort Familie und Gemeinschaft) bloß Propaganda der «Neokons» sei oder längst auch von links-liberalen Milieus getragen werde – bei alledem hätte sich vielleicht ein stellvertretender Blick auf das Stadttheater gelohnt, die Ex-Heimstatt des deutschen Bürgertums. Denn wer das Theater und sein Publikum beobachtet, erkennt: Das Bürgertum kehrt nicht zurück (und wenn nicht hier, wo dann?). Versprengte Intellektuelle, bildungshungrige Kleinbürger und Aufsteiger: ja. Aber nicht jenes tonangebende, traditionsbewusste, spendierfreudige Besitzbürgertum, das die Apologeten der Bürgerlichkeit so schmerzlich vermissen.

Gibt es denn überhaupt noch so etwas wie bürgerliches Theater? Diese Frage kam einem während der Jahrestagung der Dramaturgischen Gesellschaft, die Ende Januar im Haus der Berliner Festspiele stattfand, immer wieder in den Sinn. Unter dem montagsdemohaften Slogan «Radikal sozial» hatte der deutlich verjüngte Vorstand der 350 Mitglieder und Karteileichen starken Gesellschaft zur «Wahrnehmung und Beschreibung von Realität im Theater» aufgerufen. In Workshops und auf Podien wollten Theaterwissenschaftler und Praktiker mit dramaturgischer Gründlichkeit herausfinden, wie das Theater «seinem Anspruch als die Kunst der ‹radikalen Erprobung des Sozialen› gerecht» werden kann, oder welche Konsequenzen «die häufig erhobene Forderung und der von Theatermachern selbst gehegte Wunsch nach mehr gesellschaftlicher Relevanz für das ästhetische Erscheinungsbild darstellender Kunst» habe (ächz), «für die notwendigen Strukturen und nicht zuletzt für die Art und Weise der Einbindung des Zuschauers in den kreativen Prozess». Glücklicherweise blieb dazu oft wenig Zeit, da die Regisseure und Dramaturgen auf den Podien hauptsächlich damit beschäftigt waren, ihre Arbeit vorzustellen.

Siegeszug der Postdramatik?


Frank Castorf setzt beim Authentischen weniger auf Kühe als auf Ziegen; jedenfalls in «Meine Schneekönigin» nach Andersen Foto Marcus Lieberenz So fand man sich auf einer Messe wieder, die, wäre sie repräsentativ gemeint gewesen, signalisiert hätte: Der gute alte Schauspieler ist verschwunden oder nur noch in Kombination mit nicht-professionellen, dafür aber Authentizität suggerierenden Darstellern zu haben. Letztere sind, häufig nach je sozialen, körperlichen, beruflichen oder sonstigen Lebenslagen ausgewählt, Teil nicht nur der Aufführung, sondern auch des Produktionsprozesses. Und gespielt wird, wenn überhaupt, kein kanonisches Drama, sondern ein selbst entwickelter Text. Wir erinnern uns: Vor sieben Jahren nannte sich dieses Theater noch «postdramatisch», und ihm war ein Siegeszug durch die deutsche Theaterlandschaft verheißen.

Und tatsächlich: In den letzten Jahren sind Inszenierungen mit Laien oder «Spezialisten» Theatertreffen-fähig geworden (von Christoph Schlingensiefs «Kunst und Gemüse» bis Rimini-Protokolls «Deadline» und aktuell «Wallenstein») oder haben, wie Sebastian Nüblings «I Furiosi», den Ruhm ihres Regisseurs mitbegründet. Unverdrossen verbreiten verdiente Kämpen wie Hannah Hurtzig mit ihren mobilen Akademien ihr «nützliches Wissen und Nicht-Wissen» quer durch die Republik, kuratieren Dramaturgen wie Arved Schultze Theatereignisse wie «X-Wohnungen», die Schnitzeljagd durch inszenierte Privaträume in prekären Großstadtquartieren. Und mit Volker Löschs Arbeitslosen-Chören (in den «Dresdner Webern» oder der «Orestie») sind ehemals freie Versuchsballons in den Stadttheatern und manchmal sogar auf den großen Bühnen angekommen.

Die von «Radikal sozial» versammelten üblichen Verdächtigen demonstrierten eindrucksvoll, dass sie längst zum Bühnenestablishment zählen und vorbildlich Netzwerkarbeit geleistet haben. Warum aber heißt ihr gemeinsamer Nenner auf einmal «Radikal sozial»? Bringen sie wirklich mehr (soziale) «Realität» ins Theater als ein «Iwanow» von Dimiter Gotscheff, den der eine oder andere echauffierte Jungdramaturg immer noch dem verhassten «bürgerlichen Repräsentationstheater» zuschlagen würde? Der Fokus, der zugleich auf theaterpädagogischen und soziokulturellen Projekten lag (neben dem Exkurs «Bunnyhill» der Münchner Kammerspiele in den Problembezirk Hasenbergl etwa das Theaterprojekt «Hunger nach Glückseligkeit» in Mannheim-Jungbusch oder die Arbeit mit jugendlichen Straftätern, die die Theaterpädagogin Uta Plate an der Schaubühne initiiert hat), führte da eher in die Irre. Auch der so genannte «Hausbesetzerfonds», den die Bundeskulturstiftung auf der Dramaturgentagung erstmals vorstellte, signalisierte vor allem missionarischen Ergeiz: Mit insgesamt 400.000 Euro im Jahr sollen in Zukunft Stadttheaterkonzepte gefördert werden, die sich mit der «sozialen und urbanen Realität» in ihrer Stadt auseinandersetzen.

Arbeit am Imperfekten

Denn das Verhältnis des Theaters «zu den es umgebenden gesellschaftlichen Realitäten», wie es im Programmvorwort so schön heißt, hat sich ja tatsächlich seit Anfang der neunziger Jahre enorm verändert. Leider ignorierte die Tagung alles, was nicht in den Bereich der «sozialen Interaktion», etwa zwischen Künstlern und sozialen Randgruppen, oder einer «Dramaturgie jenseits der Dramatik» passte, die sich eher an Konzepten der Bildenden Kunst als an Texten orientiert. Dabei treffen die Verschiebungen direkt ins Zentrum der bürgerlichen Anstalt: auf die große Guckkastenbühne, die Arbeit mit Texten, vor allem aber die Arbeit der Schauspieler selbst. So galten noch vor 15 Jahren die deklamierenden Sprachvirtuosinnen Edith Clever und Gisela Stein als Non plus Ultra der Darstellkunst. Bis nicht nur Frank Castorf, sondern auch ein dem Realismus verpflichteter Regisseur wie Thomas Ostermeier nach «echten Menschen» rief (und Schauspieler meinte). Längst sind es Persönlichkeiten wie Philip Hochmair oder Sophie Rois, die mit großer Sorgfalt an ihren Eigenheiten, Manierismen und Brüchen feilen und so die «Arbeit am Imperfekten» vorantreiben.

Diese vielsagende Formulierung schlug der Berliner Theaterwissenschaftler Jens Roselt in seinem Schlussvortrag vor. Der Begriff Arbeit verweist nämlich darauf, dass auch das real Alltägliche, Kranke und Hässliche, das Unprofessionelle und gegen die Norm Verstoßende, kurz: das Scheitern auf der Bühne immer erst hergestellt, also inszeniert werden muss. Damit trifft Roselt das aufschlussreich Verbindende von so grundverschiedenen Ansätzen wie denen von She She Pop und Christoph Marthaler, von durchaus bürgerlichen, von Realität getränkten Schauspielaufführungen und von Theater mit echten Menschen, die noch nie zuvor auf einer Bühne gestanden haben. Und er beschreibt das kleine subversive Moment, das die Pflege des Nichtperfekten und Individuellen in einer nach Perfektion strebenden Leistungsgesellschaft entfalten kann. Das hatte sicherlich auch dem generationsgewechselten Dramaturgenvorstand besonders am Herzen gelegen. Schade, dass «Radikal sozial» dann doch nur die eine Hälfte eines Trends vorstellte, der eigentlich längst keiner mehr ist, über dessen Ursachen und Wirkungen man aber gerne viel mehr erfahren würde. Aber wir arbeiten ja alle weiter – am Imperfekten.

Das Stück
Museum der Gegenwartskunst
Vom harten Pflaster der Hauptstadt in wohlige Münchner Bürgerwelten: Roland Schimmelpfennigs «Auf der Greifswalder Straße» im Deutschen Theater Berlin und Händl Klaus’ «Dunkel lockende Welt» in den Münchner Kammerspielen – Uraufführungen von Jürgen Gosch und Sebastian Nübling
Von Franz Wille

Dafür muss man den Berliner und seine Neigung zum Haushund einfach lieben. Steht zur Nachtzeit nur mit einem Bademantel überm Pyjama ganz jovial auf der Straße, das Bullenbeißerkettchen locker ums Handgelenk geschlungen, und sorgt sich um sein Tier. «Bienchen», brüllt Bernd Stempel den liebreizenden Kosenamen markerschütternd ins Parkett, und man kann sich lebhaft vorstellen, was für ein ausgewachsener Rottweiler darauf hört. Heute hört Bienchen aber nicht, worauf das Herrchen noch ein paar Mal drohende Schnapplaute durch die Nacht schickt – mit jenem suchenden Blick in den hellen Zuschauerraum, vor dem man besser etwas tiefer in den Sessel rutscht.

Der «Mann ohne Hund» ist der erste von zwei Dutzend Hauptstädtern aus dem Nordostteil der Stadt, wo Berlin nicht hip, sondern vor allem grau, hässlich und piefig ist. Wer es sich leisten kann, zieht ein paar Straßen weg von der vierspurigen Greifswalder mit der rumpelnden Tram in der Mitte. Zurück bleibt, was vom stolzen Proletarier anderthalb Jahrzehnte nach der Wende noch übrig ist: der/die mehr oder weniger umgängliche Proll. Entsprechend die vorherrschenden Berufsbilder. Es gibt in Roland Schimmelpfennigs neuem Stück, seinem dritten in dieser Spielzeit, diverse Verkäufer und Verkäuferinnen, Bauarbeiter, Männer vor und hinter den Tresen und viele Leute, die hauptamtlich herumhängen. Die Arbeitslosenquote in diesem Bezirk liegt stabil über 25 Prozent, und wenn man die Rentner, Auszubildenden und Sozialkarteileichen mitrechnet, kommt viel freie Zeit zusammen.

Choreografie des Zufalls


Genauer: 24 Stunden und 63 Szenen, in denen Schimmelpfennig nicht nur auf der obersten Erzählebene nach bewährten Mustern zusammentrommelt, was man in den übersichtlicheren siebziger Jahren ein Gesellschaftspanorama genannt hätte. Was bei Botho Strauß eine Vernissage oder eine Hotelhalle war, in der alles auftreten kann, was zwei Beine und einen Mund hat, erledigt hier die reine Adresse – und die Parallelen reichen weiter. Denn wenn Bienchen sein Herrchen ignoriert, ist nicht der Zufall am Werk, sondern ausgefeilte dramaturgische Feinmechanik. Der entlaufene Hund wird ein paar Szenen weiter Simona beißen, deren Freundin Katja von einem jungen Mann in einer anderen Szene einen Silberlöffel geschenkt bekommt, den wiederum einer der Bauarbeiter bei der Renovierung in der Wand gefunden hat, wo er bei Kriegsende von jenem Handwerker eingemauert worden war, der durch die abgelenkte Kugel eines sowjetischen Soldaten zu Tode kam, welcher der Großvater des Bauarbeiters war undsoweiter.

Bei der Premiere gab es an dieser Stelle Gelächter, und da liegt das Problem von Jürgen Goschs Inszenierung. Denn Schimmelpfennig hat nicht nur Short Cuts aus der Großstadt sortiert und kombiniert, sondern seine Figuren in ein Zufallsnetz verwoben, das kein noch so aberwitziger Zufall mehr plausibel macht. Größer als die alltagswahrscheinliche Großstadtexistenz ist hier einiges: Der Liebesanfall zum Beispiel, der einen Gemüsehändler namens Rudolph hinwegrafft, dem nächtens prophezeit worden ist, seine letzten 24 Stündlein seien angebrochen. Oder das spanische ABC-Lernlied, welches ausgerechnet den biederen Kioskbesitzer Hans übermannt und ihm heftig schnaubend aus dem Mund fährt. Oder das Schicksal von Maikas, Simones und Katjas Freundin Bille, die gar nicht bemerkt, dass sie schon gestorben ist. Nicht zu reden von der bereits erwähnten Simona, die sich nach dem Hundebiss in einen ausgewachsenen Wolf verwandelt. Gesichte, Metamorphosen, Fatumsfäden, an denen das Leben zappelt. Auf der Greifswalder Straße hat die gemeine Alltagsvernunft bald nicht mehr viel zu melden, und den Leuten dort büchsen nicht nur die Hundchen aus, sie verlieren auch sonst zunehmend die Kontrolle übers tägliche Sein. Das harte Pflaster wird übernatürlich, und das zuständige Lokalfeuilleton, der Berliner «Tagesspiegel» vom 29. Januar, sprach in diesem Zusammenhang sehr poetisch von «Schweben». Es bleibt festzuhalten: Diese Straße ist ein metaphysisches Rätsel.

Staircase to Heaven

Bühnenbildner Johannes Schütz, so Regisseur Gosch, sei der einzige an der Produktion Beteiligte gewesen, der sich die Greifswalder Straße nicht persönlich angesehen hätte. Vermutlich hat er das Stück gelesen und entschieden, wo es spielt: auf einer Staircase to Heaven, extraflach ansteigende Showtreppe, sanft linksgewendelt. Die dunkelgraue Stolperfalle füllt die Bühne raumgreifend aus und sorgt für lückenloses Fiktionsgefühl: Was hier stattfindet, kann nur Theater sein. Wer auf diesem Himmelstreppchen allerdings Lebenswelt oder Realität behaupten will, braucht schon allerhöchsten Beistand. Die Schauspieler treten wie immer bei Gosch als Doppelexistenzen zwischen oben und unten aus der ersten Zuschauerreihe über die Rampe. Das Licht im Saal bleibt aufgeblendet – weiteres schweres Zeichen der Sein/Schein-Verbrüderung. Doch diesmal helfen keine noch so deutlichen Theater-ist-Wirklichkeit-Behauptungen. Sei es, dass das Premierenparkett in Berlins repräsentativstem Schauspielhaus mit dem Greifwalder-Straßen-Kosmos kaum Schnittmengen aufweist; sei es, dass das DT-Ensemble sein Volk vorzugsweise in applaussüchtiger Draufsicht betrachtet: Etwas Besseres als die eine oder andere verstreute Pointe wird sich hier nicht finden.

Besonders die transzendentalen Phänomene erschöpfen sich in schweißtreibender Darstellerarbeit: Ob sich Bernd Stempel selbstlos von spanischem Gesang überwältigten lässt oder sich Kathrin Wehlisch blutglitschig in der Vorwolf-Phase wälzt, ob in Ingo Hülsmanns Rudolph der Liebesblitz einschlägt oder Peter Pagels Mann im Kindertheater die Todeskrankheiten der Kleinen vorhersieht – übersinnlich behaupten lässt sich viel auf demonstrativ geschwungenen Bühnenbrettern. Aber wenn gleichzeitig eine Schubkarre naturalistischer Bauschutt aus der Rangloge kippt und der Bautrupp angestrengt arbeitercool massive Stahlträger verhebt, hebeln sich die Mittel gegenseitig aus der Glaubwürdigkeit: entweder Showtreppe oder original Durchgangsstraßen-Tristesse, entweder bunte Großklamotte oder graue Lebenswirklichkeit. Roland Schimmelpfennig ist deshalb nicht widerlegt: Niemand weiß schließlich, ob, und wenn ja, wo Gott wohnt. Womöglich sogar in der Greifswalder. Aber wenn man schon seine Berliner Tagesgeschäfte aufführt, sollte man unbedingt an ihn glauben. Auch wenn’s schwer fällt.

Lockende Bürgerwelt

Während sich die tristeren Ecken der Hauptstadt mit mythischem Überbau nur schwer in Einklang bringen lassen, ist die bürgerliche Welt jedweden Absonderlichkeiten von Haus aus freudig zugetan. Woran sich Henrik Ibsen, Patricia Highsmith, Sigmund Freud und noch einige andere ein Leben lang abgearbeitet und -geschrieben haben, ist des Händl Klaus’ liebste Spielwiese. Haben Sie etwas zu verdrängen, zu verbergen, gar eine Leiche im Keller oder unterm Teppich? Ist die Villa auf Sand gebaut oder nur auf einstürzende Bücherregale? Über das nötige Geld wird am besten erst gar nicht geredet. Und im Zweifelsfall gilt ohnehin Marcel Duchamps lebensfroher Zynismus: «Ce sont toujours les Autres qui meurent.» (Es erwischt immer die anderen.) Das schöne Motto steht auf dem Absatz einer bühnenbreiten, gründlich zweckfreien Stufe in Muriel Gerstners Bühnenbild, deren Sinn sich darin erschöpft, dass sie schon immer da war und auch ohne Begründung bleiben wird. Damit ist das Prinzip des Abends erfasst. Hinter ihr schließt eine elegant geschwungene, edelhölzern raumhohe Schiebewand den distinguierten Luxus ab: keine muffige Ruinenromantik wie bei Marthaler/Viebrock, sondern erstklassige Nachkriegsmoderne der späten Fünfziger und Sechziger à la Scharoun oder Bornemann – jederzeit manufactumwürdig und in besseren Zürcher Lagen auch gern mit einem Jaguar vor der Tür versehen. Dazu ein souverän einsamer, zurückhaltend designmuseumsverdächtiger Sessel.

Dramenmodelle

Der bekennende Zugfahrer Klaus Händl mit dem süddeutschen Autorenpseudonym Händl Klaus sitzt gerne in ruhigen Speisewagen, wo man sich noch gemütlich aufgehoben fühlen darf, auch wenn das Gleis darunter längst aus der Spur läuft. In seinem ersten Stück «Wilde oder Der Mann mit den traurigen Augen» will Gunter, ein weitgereister Arzt, nur schnell seine Eltern besuchen, als ihm beim Umsteigen in Neumünster an der Lau der Anschluss an sein Leben verloren geht. Millimeterweise verwandelt sich der Alltag in einen Alptraum, der unmerklich abbiegt, bis jede Orientierung vernebelt ist. Vor vierzig Jahren waren solch absurde Stücke – parabelhaft etwas sinnschwerer aufgeschminkt – von Ionesco und Arrabal über Pinter zu Mrozek der dramatische Zeitgeist. Es ging um Erfahrungen von Selbstverlust und Nachkriegsexistentialismus, um Salonnihilisten und das unbehauste Subjekt. Aber ist Normalität heute nicht schon längst wieder ein löchriger Rost, durch den beim kleinsten Fehltritt jeder fallen kann?

Die «Dunkel lockende Welt» ist gemessen am Vorgänger erheblich konkreter im Detail, wenn auch nicht weniger rätselhaft. Außerdem ist ein zweites bewährtes Dramenvorbild hinzugekommen, das geschliffene bürgerliche Konversationsstück, siehe Hofmannsthal et al. Erst umkreisen sich Kieferchirurgin Corinna und ihr Vermieter Joachim bei der Wohnungsablöse wie fintenreiche Dialogreptilien, die sich nicht entscheiden können, ob es einen Gattenmord zu vertuschen, ein Mutter/Sohn-Drama aufzudecken gilt oder ein Abschiedsflirt aufflackert, bevor eine menschliche Zehe unvermutetes Erpressungspotential entfaltet. Im zweiten Bild führt Corinnas Mutter Mechthild in die akademischen Feinheiten ihrer diversen Männerbeziehungen ein und zelebriert ausführlich die biochemischen Zwischenschritte der Photosynthese, bevor sie sich aufmacht, die Zehe zurückzuerobern. Und im letzten Bild treffen Mechthild und Joachim aufeinander, die zwar nicht ausschließen können, Corinna gezeugt zu haben, was den Kampf ums verräterische Fußglied aber nicht weniger leidenschaftlich macht. Bevor jedoch wahlweise unterdrückte, sublimierte oder freizügige Geschlechterverhältnisse, erotische Vorteilserpressung, urwissenschaftliches Fortschrittspathos oder der eine oder andere Familienmord ihr grausig bürgerliches Haupt erheben, ist Vorsicht geboten. Denn überall bei Händl Klaus lauern versteckte Kalauer, gähnen gereimte Ernstfallsfallen: Wer fährt denn heute noch Ski in Chamonix?

Lebenshilfe Lachanfall

Im Gegensatz zu Jürgen Gosch, der mit Schimmelpfennigs Strauß-Revival die beinhart schwebende Ostberliner Gegenwart entdecken will, fehlen Regisseur Sebastian Nübling und Händl Klaus in den Münchner Kammerspielen jedes Bewusstsein für den abgründigen Ernst der besseren Bürger-Lage. Wiebke Puls (Corinna) und Jochen Noch (Joachim) eröffnen zu ohrwurmgefälligem Sixties-Bossa-Nova als züngelndes Schlangentänzer-Paar. Was muss das mit dem außerehelichen Sex vor der einschlägigen Revolution doch spannend gewesen sein. Dunkelblaues Etuikleidchen und gefrorenes Blondinen-Gift gegen mittelbraunen Anzug und verschwitzten Synthetik-Rolli. Knisternder Schuhtausch und gestreckte Beinschere im Sessel. Jeder Satz ein elegantes Körperkrümmen, jede Replik ein dreideutiger Klemmzug. Bald übernehmen die unterdrückten Begierden und weiteren Verwerflichkeiten. Joachim bricht die verschwitzte Lust aus den glasigen Augen, Corinna spuckt das Gattenblut und putzt sich die besudelten Zähne mit dem Küchenschwamm (Scheuerseite!). Je tiefer sich Händl Klaus in die dunklen Lockungen der Welt wühlt, desto munterer wird die Stimmung. Tollkühne Verrenkungen über und unter dem Teppich, eiskalte Händchen vor und hinter dem Edelholzfurnier, schließlich Gundi Ellert als röchelnde Photosynthese-Furie im leuchtenden Dämmer eines nicht endenwollenden Monologs. Niemals haben sich Licht und Blattgrün dämonischer zu Zucker und Sauerstoff verschmolzen. Ganze Lawinen herabdonnernder Lebenslügen reißen eindrucksvoll an den Gesichtern, ohne dass ein Fitzelchen Haut abgeht. Wer nach 150 Jahren endlich keinen Ibsenstrindberg mehr sehen kann und ein paar Regalmeter Familiendramen in den heimischen Herd wünscht, wird großzügig bedient. Und wer sich jemals gefragt hat, wo man eine Espressotasse in leeren Edellofts angemessen abstellt, sollte sich mal die spraygestählte Lockenpracht von Wiebke Puls genauer ansehen.

Gerade tobt ja wieder eine bedeutende Debatte um die neue Bürgerlichkeit, die zwar weder besonders neu noch besonders bürgerlich ist, doch eingedenk der desolaten Rentenkasse könnte ein bisschen mehr staatlich geförderter Familiensinn sicher nicht schaden. So freiheitsfreudig, hedonistisch und jederzeit spaßbereit wie gewohnt kann es aller Voraussicht und allgemeiner Erkenntnis nach jedenfalls nicht ewig weitergehen. Sendungsbewusste Verfassungsrichter und sauber gescheitelte Jungprofessoren überbieten sich deshalb in Diagnosen und produktiven Vorschlägen. Ob der böse westliche Individualismus die Hauptschuld trägt (Paul Nolte) oder «Deutschland die Sinngehalte menschlicher Existenz verschüttet hat» (Udo Di Fabio). Gesucht wird in dem neuen Bürgerfuror das richtige «Konzept für persönlichen Erfolg, Glück und gemeinschaftliche Vitalität» (nochmal Di Fabio). Vielleicht ist ja der dunkel lockende Rückfall in die Konventionen der Sechziger die angemessene Antwort. Serviert mit einem grandiosen Münchner Lachanfall. Vor Bienchen und andere Kampfbeißern muss sich hier jedenfalls niemand fürchten. An Ende taucht die verräterische Zehe ganz unvermutet wieder auf – bei Kater Carlos.

Nächste Vorstellungen
Auf der Greifswalder Strasse 2., 10., 30. März Dunkel lockende Welt 8., 16., 28. März


Premieren
Aachen, Grenzlandtheater
Kasse: 02 41/474 61 11
5. Schiller, Kabale und Liebe
R. Ingrid Gündisch

Aachen, Theater
Kasse: 02 41/478 42 44
3. Cocteau, Tagebuch eines Verschollenen/ Der schöne Gleichgültige
R. Beate Baron
16. Vian, Der Herzausreißer
R. Malte Ubenauf

Aalen, Theater der Stadt

Tel.: 073 61/379 30
4. Sophokles, Antigone
R. Katharina Kreuzhage

Altenburg/Gera, Theater
Kasse Altenburg: 034 47/58 51 61
Kasse Gera: 03 65/773 63 43
5. Sinclair/McCarten, Ladies Night
R. Frank Lienert-Mondanelli
(in Altenburg)

Annaberg, Eduard-von-Winterstein- Theater

Kasse: 037 33/140 71 31
26. Hauptmann, Schluck und Jau
R. Marcus Lachmann

Aschaffenburg, Stadttheater

Kasse: 060 21/270 78
22. Stephens, Reiher
R. Heinz Kirchner

Baden-Baden, Stadttheater
Tel.: 072 21/93 27 00
10. Cohen, Der Gig
R. Stefan Huver
22. Craig, Agent im Spiel
R. Maria Elena Hackbarth

Basel, Theater
Kasse: 00 41/61/295 11 33
22. Poulenc nach Cocteau,
Die menschliche Stimme
R. Frauke Meyer
30. Ibsen, Peer Gynt
R. Florian Fiedler

Bautzen, Volkstheater
Kasse: 035 91/58 42 25
4. Kajetán, Schwanda, der Dudelsackpfeifer
R. Stanislav Mosa
19. Mernitz nach Grimm,
König und Königin Drosselbart
R. Annekatrin Weber

Berlin, Berliner Ensemble

Kasse: 030/28 40 81 55
30. Brecht, Mann ist Mann
R. Manfred Karge

Berlin, Deutsches Theater

Kasse: 030/28 44 12 25
18. Marivaux, Der Streit
R. Tom Kühnel
25. Tschechow, Der Kirschgarten
R. Barbara Frey

Berlin, Grips Theater
Kasse: 030/39 74 74 77
7. Boisvert, Das Marstraining (DE)
R. Rüdiger Wandel

Berlin, Maxim Gorki Theater
Kasse: 030/20 22 11 15
6. Danckwart, Und morgen steh
ich auf (U)
R. Gesine Danckwart

Berlin, Schaubühne

Tel.: 030/89 00 23
4. O’Neill, Trauer muß Elektra tragen
R. Thomas Ostermeier
15. von Mayenburg, Augenlicht (U)
R. Ingo Berk

Berlin, Theater am Kurfürstendamm
Kasse: 030/88 59 11 44
5. Stephenson, Gedächtnis des Wassers
R. Petra Zieser
19. Winter, Schöne Überraschung (U)
R. Adelheid Müther

Berlin, Theater an der Parkaue
Kasse 030/55 77 52 52
2. de Dooven, So jung, so blond,
so durch den Wind (DE)
R. Esther Hattenbach
5. Williams/Golding, Herr der Fliegen
R. Carlos Manuel
19. Projekt, Meilen & Meer -
Feste der Welt Nouruz/Iran
R. Kristina Stang

Berlin, Tribüne

Kasse: 030/341 26 00
9. Wallace, Birdy
R. Rainer Behrend

Berlin, Vaganten Bühne
Kasse: 030/312 45 29
6. Johnson, Shan-a-Lang (DE)
R. Adisat Semenitsch

Berlin, Volksbühne

Kasse: 030/247 67 72
30. Projekt, Ob du willst oder nicht,
du musst. Theater von Rekolonisation mit möglichst vielen Schwarzen und
höchstens zwei Weißen (U)
R. Jochen Dehn, Monika Gintersdorfer, Knuth Klaaßen

Bern, Stadttheater

Kasse: 00 41/31/329 51 51
8. Zeller, Bier für Frauen
R. Katharina Ramser
12. Shakespeare,
Wie es euch gefällt
R. Eike Gramss

Bielefeld, Stadttheater
Kasse: 05 21/51 54 54
10. Peuckert, 2009 (U)
R. Olga Wildgruber
11. Frisch, Homo Faber
R. Christian Schlüter

Bochum, Schauspielhaus
Kasse: 02 34/333 31 11
24. Tätte, Fasten Seat Belts
R. Christian Tschirner
31. Schimmelpfennig,
Fisch um Fisch
R. Lisa Nielebock

Bonn, Contra-Kreis-Theater

Tel.: 02 28/63 23 07
9. Albaum/Jacobs,
Das andalusische Mirakel (U)
R. Horst Johanning

Bonn, Kleines Theater

Tel.: 02 28/36 28 39
9. Schiller, Die Verschwörung
des Fiesco zu Genua
R. Paul Bäcker

Bonn, Theater

Tel.: 02 28/77 80 33
3. Crimp, Sanft und grausam
R. Michael Helle
9. Beckett, Glückliche Tage
R. Stefan Heiseke
15. Furlani nach Schiller, Kabale und Liebe
R. Simona Furlani

Bregenz, Landestheater
Kasse: 00 43/55 74/420 18
11. Albee, Die Ziege oder Wer ist Sylvia?
R. Barbara Herold
25. Shakespeare, Ein Sommernachtstraum
R. Lothar Maninger

Bremen, Bremer Theater
Kasse: 04 21/365 33 33
10. Wilrodt nach Walsh, Chatters
R. Thorsten Wilrodt

Castrop-Rauxel, Landestheater
Kasse: 023 05/97 80 20
2. Dethier/Schack, Die kleine Zoogeschichte
R. Michael Schmidt
4. Leonard, The wonderful world of Richard Rodgers
R. Stefan Leonard

Celle, Schlosstheater
Kasse: 051 41/905 08 75/76
10. Schmitt, Oscar und die Dame in Rosa
R. Ina-Kathrin Korff
17. Walser, Die Zimmerschlacht
R. Thomas Blubacher

Cottbus, Staatstheater
Kasse: 03 55/782 41 70
3. Tabori, Mein Kampf
R. Christoph Schroth

Darmstadt, Staatstheater
Kasse: 061 51/281 16 00
10. Paravidino, Die Krankheit der Familie M
R. Jens Poth

Dessau, Anhaltisches Theater
Kasse: 03 40/251 13 33
24. Kliefert nach Hugo,
Der Glöckner von Notre Dame
R. Herbert Olschok

Detmold, Landestheater
Kasse: 052 31/97 48 03
4. Hensel, Welche Droge passt zu mir?
R. Markus Everding
18. Burgess, Clockwork Orange
R. Peter Lüder

Dinkelsbühl, Städtetheater
Kasse: 098 51/902 40
14. Griffiths, Comedians
R. Karen Schultze

Dinslaken, Burghofbühne
Kasse: 020 64/662 22
3. Steiof, Noah und der große Regen
R. Barbara Gidde

Dortmund, Schauspiel
Kasse: 02 31/502 72 22
4. McPherson, Shining City
R. Patricia Benecke
18. Gombrowicz,
Yvonne, Prinzessin von Burgund
R. Sybille Fabian

Dresden, Staatsschauspiel
Kasse: 03 51/491 35 55
3. Shakespeare, Hamlet
R. Michael Simon
11. Brecht, Der gute Mensch von Sezuan
R. Matthias Gehrt
24. Wilder, Wir sind noch einmal davongekommen
R. Sebastian Schug

Dresden, Theater Junge Generation
Kasse: 03 51/429 12 39
2. Goethe, Faust I
R. Volker Metzler

Düsseldorf, Komödie
Kasse: 02 11/32 51 51
8. Limburg, Ein Seestern im Garten
R. Helmuth Fuschl

Düsseldorf, Schauspielhaus
Kasse: 02 11/36 99 11
4. Novarina, Brief an die Schauspieler (U)
R. Philip Tiedemann

Eisenach, Landestheater
Kasse: 036 91/25 62 19
24. Fransz, Co-Staring
R. Anja Horst

Eisleben, Landesbühne
Kasse: 034 75/60 20 70
11. Hacks, Die schöne Helena
R. Martina Bode

Erlangen, Theater
Kasse: 091 31/86 25 11
23. Kusz, Witwendramen
R. Winfried Wittkopp

Essen, Theater & Philharmonie
Kasse: 02 01/812 22 00
17. Fassbinder, Katzelmacher
R. Werner Wölbern
18. Schwab, Volksvernichtung oder
Meine Leber ist sinnlos
R. David Bösch

Esslingen, Landesbühne
Kasse: 07 11/35 12 30 44
4. Fendt/Kiekhöfer,
Engel mit nur einem Flügel
R. Tilo Esche
30. Mensching, Das Ballhaus
R. Manuel Soubeyrand

Frankfurt/Main, Fritz-Rémond-Theater
Kasse: 060/43 51 66
16. Barber nach Arnim, Verzauberter April
R. Stefan Zimmermann

Frankfurt/Main, Schauspiel
Kasse: 069/134 04 00
4. Albee, Wer hat Angst vor
Virginia Woolf?
R. Martin Nimz

Freiburg, Theater
Kasse: 07 61/201 28 53
3. Brecht, Der gute Mensch von Sezuan
R. Thomas Krupa
11. Galceran, Die Grönholm Methode
R. Thomas Schulte-Michels

Fürth, Stadttheater

Tel.: 09 11/974 24 03
10. Frisch, Biografie: Ein Spiel
R. Werner Müller
17. Aliti, Falls du mich suchst,
ich bin im Irrenhaus
R. Werner Müller

Gießen, Stadttheater

Kasse: 06 41/79 57 60
4. Loher, Unschuld
R. Astrid Jacob

Göttingen, Deutsches Theater

Kasse: 05 51/49 69 11
4. Strauß, Trilogie des Wiedersehens
R. Mark Zurmühle
25. Brecht, Der aufhaltsame Aufstieg
des Arturo Ui
R. Tilman Gersch

Göttingen, Junges Theater

Kasse: 05 51/49 50 15
18. Wurster, Fitzfinger, ab geht er!
R. Torsten Bischof
25. Hofmannsthal, Elektra - ein Dogma
R. Andreas Döring

Graz, Schauspielhaus
Tel.: 00 43/316/80 00
12. Strauß, Sieben Türen
R. Dieter Boyer

Halberstadt/Quedlingburg,
Städtebundtheater

Tel. Halberstadt: 039 41/69 65 65
Tel. Quedlinburg: 039 46/96 22 22
10. Moore, Misery
R. Christian Jérôme Timme
17. Churchill, Die Kopien
R. Martin Schulze

Halle, Kulturinsel
Kasse: 03 45/205 02 22
17. Williams, Plötzlich letzten Sommer
R. Enrico Lübbe

Hamburg, Altonaer Theater
Kasse: 040/39 90 58 76
17. Gieselmann, Herr Kolpert
R. Axel Schneider
19. Shakespeare, Romeo und Julia
R. Norbert Kentrup

Hamburg, Deutsches Schauspielhaus
Kasse: 040/24 87 13
16. Studlar nach Zeh, Spieltrieb (U)
R. Roger Vontobel
19. Frisch, Andorra
R. Tina Lanik

Hamburg, Kammerspiele
Tel.: 040/44 12 36 67
18. Runze/Grützmacher-Tabori nach
Pozsgai, Mozart und Konstanze
R. Ottokar Runze

Hamburg, Thalia Theater
Kasse: 040/32 81 44 44
11. Hauptmann, Rose Bernd
R. Michael Thalheimer

Hannover, Landesbühne
Kasse: 05 11/28 28 28 28
12. Kleist, Der zerbrochne Krug
R. Jörg Gade

Hannover, Staatstheater
Kasse: 05 11/99 99 11 11
4. Brecht, Die heilige Johanna
der Schlachthöfe
R. Meret Matter

Heidelberg, Theater der Stadt
Kasse: 062 21/58 35 20
19. Heckmanns, Schieß doch, Kaufhaus!
R. Simone Blattner

Heilbronn, Theater
Kasse: 071 31/56 30 01
10. nach Strauß, Jarman u. a.,
Yes-Melancholie (U)
R. Frank Düwel
11. Hübner, Hotel Paraiso
R. K. D. Schmidt
25. Allen, Eine Mittsommernachts-
Sex-Komödie
R. Klaus Hemmerle

Hildesheim, Stadttheater
Kasse: 051 21/331 64
4. Ibsen, Ein Volksfeind
R. Gabriele Gysi

Hof, Theater
Kasse: 092 81/707 02 90
25. O’Neill, Eines langen Tages
Reise in die Nacht
R. Michael Lerchenberg

Innsbruck, Landestheater
Kasse: 00 43/512/52 07 44
10. Hauptmann, Vor Sonnenuntergang
R. Brigitte Fassbaender
25. Büchner, Leonce und Lena
R. Frank Asmus

Jena, Theaterhaus
Kasse: 036 41/88 69 44
16. Kleist, Amphitryon
R. Nora Somaini
30. norton.commander.productions,
Rosemary’s Baby
R. norton.commander.productions

Kaiserslautern, Pfalztheater
Kasse: 06 31/367 52 09
3. Neilson, Familienbrut
R. Thorsten Danner
11. Molière, Tartuffe
R. Thomas Krauß
29. Furch, Gott segne das ehrbare
Künstlertum (U)
R. Rainer Furch

Karlsruhe, Staatstheater
Kasse: 07 21/93 33 33
3. Kleist, Das Käthchen
von Heilbronn
R. Crescentia Dünßer/Otto Kukla
6. Bronnen, Geburt der Jugend
R. Thomas Gerber

Kassel, Staatstheater
Tel.: 05 61/109 42 22
10. Heckmanns, Kränk
R. Kay Voges
11. Schiller, Die Räuber
R. Schirin Kohdadadian

Kiel, Theater
Kasse: 04 31/90 19 01
25. Shaffer, Komödie im Dunkeln
R. Frank-Lorenz Engel

Klagenfurt, Stadttheater
Tel.: 00 43/463/540 64
1. Roselt, Dreier
R. Tina Engel

Konstanz, Stadttheater
Kasse: 075 31/13 00 50
22. Bernhard, Vor dem Ruhestand
R. Deborah Epstein

Krefeld/Mönchengladbach,
Vereinigte Bühnen
Tel.: 021 51/80 51 25
7. Boisvert, Das Marstraining (DE)
R. Bernd Plöger
8. Schiller, Kabale und Liebe
R. Carsten Bodinus
(beide in Mönchengladbach)

Landshut, Städtetheater
Kasse: 08 71/922 08 33
24. Hüttner, Marseillaise (U)
R. Stefan Tilch
25. LaBute, Bash
R. Veronika Wolff

Leipzig, Schauspiel
Kasse: 03 41/126 81 68
18. Hauptmann, Die Ratten
R. Karin Henkel
19. Petras nach Hein, Horns Ende (U)
R. Armin Petras
26. Süß, Ich bin meine eigene Frau (U)
R. Ralph Reichel

Linz, Landestheater
Kasse: 00 43/732/761 11 00
3. Shakespeare, Romeo und Julia
R. Heidelinde Leutgöb
18. Bernhard, Am Ziel
R. Sabine Mitterecker

Linz, Theater Phönix
Kasse: 00 43/732/66 26 41
7. Suzuki, Das Maschinen-
tagebuch (DE)
R. Steffen Höld

Lübeck, Theater
Tel.: 04 51/77 67 72
17. Büchner, Leonce und Lena
R. Uwe Dag Berlin

Luzern, Theater
Kasse: 00 41/41/210 66 18
9. Hauptmann, Einsame Menschen
R. Sabine Boss
31. Jonigk nach Godard,
Liebe Kannibalen Godard
R. Thomas Jonigk

Mainz, Staatstheater
Kasse: 061 31/285 12 22
3. Wegenast, Wolf sein
R. Andreas Mach
23. Orton, Seid nett zu Mr. Sloane
R. Robert Schmidt

Mannheim, Nationaltheater
Tel.: 06 21/168 01 50
4. Hebbel, Maria Magdalena
R. Jens-Daniel Herzog
4. Schmitt, Monsieur Ibrahim und
die Blumen des Koran
R. Antonia Brix (im Schnawwl)
19. Gorki, Wassa Schelesnowa
R. David Mouchtar-Samorai

Maßbach, Fränkisches Theater
Kasse: 097 35/235
3. Maar/Aelter, Die weiße Rose (U)
R. Michael Klemm

Memmingen, Landestheater
Kasse: 08 31/94 59 16
7. Feydeau, Floh im Ohr
R. Peter Kesten
8. Achternbusch, Der Stiefel
und sein Socken
R. Alexander May

Moers, Schlosstheater
Kasse: 028 41/20 17 31
30. Ibsen, Gespenster
R. Tobias Lenel

München, Bayerisches Staatsschauspiel
Kasse: 089/21 85 19 40
23. Lessing, Philotas
R. Alexander Nerlich

München, Kammerspiele
Kasse: 089/23 39 66 00
4. de Buysser nach Coetzee, Robinson
Cruso, die Frau und der Neger (U)
R. Johan Simons

München, Komödie
Kasse: 089/29 28 10
8. Baer, Vermischte Gefühle
R. Horst Sachtleben

München, Metropol-Theater
Kasse: 089/651 48 50
16. nach Balestrini, I Furiosi
R. Jochen Schölch
23. Schölch, Die Furien
R. Jochen Schölch

München, Schauburg
Kasse: 089/23 33 71 71
7. Mäkelä, Flusspferde
R. Jule Ronstedt
16. Veiel/Schmidt, Der Kick
R. George Podt

Münster, Städtische Bühnen
Kasse: 02 51/41 46 71 00
29. von Mayenburg, Eldorado
R. Markus Kopf

Münster, Wolfgang-Borchert-Theater
Tel.: 02 51/400 19
23. Bernhard, Die Macht der Gewohnheit
R. Ewa Teilmans

Neubrandenburg/Neustrelitz,
Landestheater
Kasse Neubrandenburg: 039 81/20 64 00
Kasse Neustrelitz: 03 95/569 98 32
4. Ayckbourn, Ab jetzt
R. Mira Erceg
18. Schwerdtner, Die Kuh Rosemarie
R. Beate Biermann

Neuss, Landestheater
Kasse: 021 31/26 99 33
5. Boisvert, Das Marstraining (DE)
R. Bernd Plöger
10. Mamet, Hanglage Meerblick
R. Jörn-Udo Kortmann
24. Norén, Krieg
R. Eberhard Köhler

Neuwied, Landesbühne
Kasse: 026 31/222 88
8. Flatter nach Shakespeare,
König Heinrich VIII. und seine Frauen
R. Hans Thoenies

Nürnberg, Gostner Hoftheater
Kasse: 09 11/26 15 10
8. Kusz, Witwendramen
R. Winni Wittkopp
22. Cargo-Theater-Projekt,
Erinnerungsstücke
R. Christian Suchy

Oberhausen, Theater
Kasse: 02 08/857 81 84
17. Beyeler, The killer in me is the killer
in you my love
R. Ulla Bay Lührssen
24. Kleist, Penthesilea
R. Johannes Lepper

Oldenburg, Staatstheater
Kasse: 04 41/222 51 11
3. Serreau, Sommersalon
R. Mark Spitzauer
4. Miller, Hexenjagd
R. Thomas Goritzki
18. Pörtner, Scherenschnitt
R. Björn Kruse

Osnabrück, Städtische Bühnen
Kasse: 05 41/323 33 14
4. Finger, Kaltes Land
R. Henning Bock
18. Goos, Alte Freunde
R. Jos van Kan
26. Loewe, Findus und Petterson
R. Christina Dom, Holger Schultze

Paderborn, Kammerspiele
Kasse: 052 51/88 26 34
16. van Dullemen, Schreib mich
in den Sand
R. Katarina Kockstein

Parchim, Landestheater
Tel.: 038 71/629 10
17. Menke-Peitzmeyer, Steht auf,
wenn ihr Schalker seid
R. Marcus Staiger
18. Hübner, Das Herz eines Boxers
R. Marcus Staiger

Pforzheim, Stadttheater
Kasse: 072 31/39 24 40
24. Goggin, Non(n)sens
R. Hartmut H. Forche

Plauen/Zwickau, Theater
Kasse Plauen: 037 41/28 13 48 47
18. Kleist, Das Käthchen von Heilbronn
R. Tamara Korber
26. Schnitzler, Fink und Fliederbusch
R. Peter Ibrik (beide in Plauen)

Potsdam, Hans-Otto-Theater
Kasse: 03 31/981 18
16. Coelho, Veronika beschließt
zu sterben (U)
R. Hakon Hirzenberger
17. Ibsen, Hedda Gabler
R. Amina Gusner

Regensburg, Theater
Kasse: 09 41/507 24 24
28. d’Introna/Raviccio, Robinson & Crusoe
R. Achim Conrad

Reutlingen, Theater Die Tonne
Kasse: 071 21/937 70
17. Bastian/Schade/Spax, Faker! (U)
R. André Bastian

Rostock, Volkstheater
Kasse: 03 81/381 47 00
4. Cervantes/Saavedra Santis,
Don Quixote (U)
R. Alejandro Quintana
4. Gebr. Gimm, Grimms Märchen
R. Johanna Schall/Jörg Huckler

Rudolstadt, Theater
Tel.: 036 72/42 27 66
18. Müller, Germania Tod in Berlin
R. Alexander Hawemann

Saarbrücken, Staatstheater
Kasse: 06 81/322 04
31. Wittenbrink, Männer
R. Axel Stöcker

Saarbrücken, Theater Überzwerg
Tel.: 06 81/85 40 21
4. Fäh nach Shakespeare, Rose und
Regen, Schwert und Wunde
R. Bob Ziegenbalg

Schleswig/Rendsburg/Flensburg,
Landestheater
Kasse Schleswig: 046 21/96 70 35
Kasse Rendsburg: 043 31/234 47
Kasse Flensburg: 04 61/14 10 00
17. Januschewski nach Shakespeare,
Williams Birne
R. Ilona Januschewski (in Schleswig)

Schwerin, Staatstheater
Tel.: 03 85/530 01 23
28. Pagnol, De golden Anker
R. Bernd Reiner Krieger

Senftenberg, Neue Bühne
Tel.: 035 73/80 12 86
24. Fontane, Effi Briest
R. Esther Undisz
31. Lessing, Nathan der Weise
R. Sewan Latchinian

Solothurn, Theater Biel Solothurn
Kasse: 00 41/32/626 20 70
17. Uddenberg nach Osten,
Mädchen, Mutter und Dämonen
R. Ariane Gaffron

St. Pölten, Landestheater
Kasse: 00 43/27 42/90 80 60 55
4. Molière, Tartuffe
R. Hans Escher

Stendal, Theater der Altmark
Kasse: 039 31/63 57 77
20. Bruckmann, Lucie & Karl-Heinz
R. Andrea Udl
21. van Lohuizen, Drei alte Männer
wollten nicht sterben
R. Claudia Göbel
23. Reffert, Flasche leer
R. Martin Kreidt
31. Admiraal, Du bist meine Mutter
R. N.N.

Stuttgart, Altes Schauspielhaus
Kasse: 07 11/226 55 05
4. Sartre, Geschlossene Gesellschaft
R. Carl Philip von Maldeghem

Stuttgart, Staatstheater
Kasse: 07 11/203 22 20
16. Projekt, Sprengpunkte. Eine interaktive Fahndungssimulation (U)
R. Tobias Rausch
17. Becker, Weltuntergänge
R. Stephan Thiel

Tübingen, Landestheater
Kasse: 070 71/931 31 49
10. Sophokles, Antigone
R. Jochen Fölster
24. Edgar, The Prisoner’s Dilemma
R. Clemens Bechtel

Ulm, Theater
Kasse: 07 31/161 44 44
2. Ibsen, Hedda Gabler
R. Ansgar Haag
4. Schimmelpfennig, Die arabische Nacht
R. Harald Demmer

Weimar, Nationaltheater
Kasse: 036 43/75 53 34
4. Hoffmann, Oh, what a lovely afternoon!
R. Ulrike Brambeer
11. Albee, Die Ziege oder Wer ist Sylvia?
R. Sven Miller
18. Schwarz, Der Drache
R. Tilmann Köhler

Wien, Burgtheater
Zentrale Kasse: 00 43/1/514 44 78 10
16. Hilling, Bulbus (U)
R. Daniela Kranz
31. Bauersima, Boulevard Sevastopol (U)
R. Igor Bauersima

Wien, Theater in der Josefstadt
Kasse: 00 43/1/42 70 03 00
2. Frisch, Andorra
R. Peter Lotschak

Wien, Volkstheater
Kasse: 00 43/1/524 72 63
25. Bettauer/Peschina, Die Stadt ohne Juden (U)
R. Martin Oelbermann

Wiesbaden, Staatstheater
Kasse: 06 11/13 23 25
11. Sinclair/McCarten, Ladies Night
R. Dietrich Hilsdorf

Wilhelmshaven, Landesbühne
Kasse: 044 21/94 01 15
11. Herman/Fierstein, Ein Käfig voller Narren
R. Olaf Strieb
25. Gryphius, Ermordete Majestät
R. Reinhardt Friese

Würzburg, Mainfranken Theater
Kasse: 09 31/390 81 24
4. Bauer, Julie, Traum und Rausch
R. Corinna Preisberg

Zittau, Gerhart-Hauptmann-Theater
Kasse: 035 83/77 05 36
30. Albee, Die Ziege oder Wer ist Sylvia?
R. Gilbert Mieroph

Zürich, Schauspielhaus
Kasse: 00 41/43/258 77 77
9. Stephens, Am Strand der weiten Welt (DE)
R. Karin Beier
23. Buero-Vallejo, Brennende Finsternis
R. Alvis Hermanis
29. Haug/Kaegi/Wetzel, Rimini Protokoll.
Blaiberg und sweetheart19
R. Rimini Protokoll

Zürich, Theater am Neumarkt
Kasse: 00 41/43/267 64 64
4. Shakespeare, Julius Cäsar
R. Ingo Kerkhof

Zürich, Theater an der Winkelwiese
Kasse: 00 41/43/261 21 79
18. Stocker, Nachtblind (U)
R. Brigitta Voraperra (Koproduktion mit
dem Theater an der Sihl)

Zürich, Theater an der Sihl
Tel.: 00 41/43/225 81 11
10. Schubiger, Kalte Küche
R. Isabelle Schubiger
23. Asaji-Fujita, Der Teufel Bekkanko
R. Marcelo Diaz

Zürich, Theaterhaus Gessnerallee
Kasse: 00 41/44/225 81 11
3. Plasma Projekt 9:
Random Plasma
R. Lukas Bangerter

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