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Marielusie Fleißer hätten ein paar der zahllosen über heutige Dramatiker ausgeschütteten Preise und Stipendien viel helfen können. Im vorigen Jahrhundert blieb der jungen Schriftstellerin aus Ingolstadt nach einer heftigen Brecht-Verbindung, verzweifelten ökonomischen Verhältnissen und groben politischen Anfeindungen nichts als eine trostlose Versorgungsehe, die sie ein paar Jahrzehnte ihres Schriftstellerlebens gekostet hat. Sie hinterließ ein paar Stücke, deren Realismus die Dramengeschichte beeinflusst hat – und viele Briefe aus schwierigen Zeiten. Ein Querschnitt aus 50 Jahren Lebensbegleit-Schreiben, von Günther Rühle neu erschlossen, und ein Portrait der «Briefschreiberin». Kerstin Spechts neues Stück, ein dramatisches Portrait der Marieluise Fleißer, das im November in Ingolstadt uraufgeführt werden wird, schon vorab nachzulesen im Sommer Doppelheft Titelfoto Suhrkamp Verlag
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